§ 17a An­hö­rungs­ver­fah­ren Für das An­hö­rungs­ver­fah­ren gilt § 73 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ mit fol­gen­den Maß­ga­ben:
1.
Die An­hö­rungs­be­hör­de kann auf eine Er­ör­te­rung im Sinne des § 73 Ab­satz 6 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ und des § 18 Ab­satz 1 Satz 4 des Ge­set­zes­ über die Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung ver­zich­ten. Fin­det keine Er­ör­te­rung statt, so hat die An­hö­rungs­be­hör­de ihre Stel­lung­nah­me in­ner­halb von sechs Wo­chen nach Ab­lauf der Ein­wen­dungs­frist ab­zu­ge­ben und zu­sam­men mit den sons­ti­gen in § 73 Ab­satz 9 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ auf­ge­führ­ten Un­ter­la­gen der Plan­fest­stel­lungs­be­hör­de zu­zu­lei­ten.
2.
Soll ein aus­ge­leg­ter Plan ge­än­der­t wer­den, so kann im Re­gel­fall von der Er­ör­te­rung im Sinne des § 73 Ab­satz 6 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ und des § 18 Ab­satz 1 Satz 4 des Ge­set­zes­ über die Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung ab­ge­se­hen wer­den.

§ 17b Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­s, Plan­ge­neh­mi­gung (1) Für Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­s und Plan­ge­neh­mi­gung gilt § 74 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ mit fol­gen­den Maß­ga­ben:
1.
Ab­wei­chen­d von § 74 Ab­satz 6 Satz 1 Num­mer 3 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ kann für ein Vor­ha­ben, für das nach dem Ge­setz über die Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung eine Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung durch­zu­füh­ren ist, an Stel­le eines Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses eine Plan­ge­neh­mi­gung er­teil­t wer­den. § 17a Num­mer 1 Satz 1 gilt ent­spre­chend. Im Üb­ri­gen fin­det das Ge­setz über die Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung mit Aus­nah­me des § 21 Ab­satz 3 An­wen­dung.
2.
Die obers­te Lan­des­stra­ßen­bau­be­hör­de stellt den Plan fest, er­teil­t die Plan­ge­neh­mi­gung und trifft die Ent­schei­dung nach §
74 Abs. 7 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­, so­weit sich aus § 2 Ab­satz 1 Satz 1 Num­mer 4 und § 2 Ab­satz 2 und 3 und § 3 Ab­satz 3 Sätze 7 bis 11 des Fernstraßen-​Bundesamt-Errichtungsgesetzes keine Zu­stän­dig­keit des Fernstraßen-​Bundesamtes als Planfeststellungs-​ und Plan­ge­neh­mi­gungs­be­hör­de er­gib­t. Be­stehen zwi­schen der obers­ten Lan­des­stra­ßen­bau­be­hör­de oder dem Fernstraßen-​Bundesamt, die den Plan im Rah­men­ ihrer je­wei­li­gen Zu­stän­dig­kei­ten fest­stel­len, und einer Bun­des­be­hör­de Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten, so ist vor der Plan­fest­stel­lung die Wei­sung des Bun­des­mi­nis­te­ri­um­s für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur ein­zu­ho­len.

(2) Be­bau­ungs­plä­ne nach § 9 des Bau­ge­setz­buchs er­set­zen die Plan­fest­stel­lung nach § 17. Wird eine Er­gän­zung not­wen­dig oder soll von Fest­set­zun­gen des Be­bau­ungs­plan­s ab­ge­wi­chen wer­den, so ist die Plan­fest­stel­lung in­so­weit zu­sätz­lich durch­zu­füh­ren. In die­sen Fäl­len gel­ten die §§ 40, 43 Abs. 1, 2, 4 und 5 sowie § 44 Abs. 1 bis 4 des Bau­ge­setz­buchs.
§ 17c Rechts­wir­kun­gen der Plan­fest­stel­lung und der Plan­ge­neh­mi­gung Für die Rechts­wir­kun­gen der Plan­fest­stel­lung und Plan­ge­neh­mi­gung gilt § 75 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ mit fol­gen­den Maß­ga­ben:
1.
Wird mit der Durch­füh­rung des Plans nicht in­ner­halb von zehn Jah­ren nach Ein­trit­t der Un­an­fecht­bar­keit be­gon­nen, so tritt er außer Kraft, es sei denn, er wird vor­her auf An­trag des Trä­ger­s des Vor­ha­bens von der Plan­fest­stel­lungs­be­hör­de um höchs­ten­s fünf Jahre ver­län­ger­t.
2.
Vor der Ent­schei­dung nach Num­mer 1 ist eine auf den An­trag be­grenz­te An­hö­rung nach dem für die Plan­fest­stel­lung oder für die Plan­ge­neh­mi­gung vor­ge­schrie­be­nen Ver­fah­ren durch­zu­füh­ren.