nen, die im Hin­blick auf die Ver­schwie­gen­heits­pflicht den glei­chen An­for­de­run­gen wie der Rechts­an­wal­t un­ter­lie­gen. Hat sich ein Rechts­an­wal­t mit an­de­ren Per­so­nen, die im Hin­blick auf die Ver­schwie­gen­heits­pflicht den glei­chen An­for­de­run­gen un­ter­lie­gen wie er, zur ge­mein­schaft­li­chen Be­rufs­aus­übung zu­sam­men­ge­schlos­sen und be­steht zu den Be­schäf­tig­ten ein ein­heit­li­ches Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis, so ge­nüg­t auch der Nach­weis, dass eine an­de­re die­ser Per­so­nen die Ver­pflich­tung nach Satz 4 vor­ge­nom­men hat.
(3) Der Rechts­an­wal­t darf sich bei sei­ner Be­rufs­aus­übung nicht un­sach­lich ver­hal­ten. Un­sach­lich ist ins­be­son­de­re ein Ver­hal­ten, bei dem es sich um die be­wuß­te Ver­brei­tung von Un­wahr­hei­ten oder sol­che her­ab­set­zen­den Äu­ße­run­gen han­del­t, zu denen an­de­re Be­tei­lig­te oder der Ver­fah­rens­ver­lauf k­ei­nen Anlaß ge­ge­ben haben.
(4) Der Rechts­an­wal­t darf keine wi­der­strei­ten­den In­ter­es­sen ver­tre­ten.
(5) Der Rechts­an­wal­t ist bei der Be­hand­lung der ihm an­ver­trau­ten Ver­mö­gens­wer­te zu der er­for­der­li­chen Sorg­fal­t ver­pflich­tet. Frem­de Gel­der sind un­ver­züg­lich an den Emp­fangs­be­rech­tig­ten wei­ter­zu­lei­ten oder auf ein An­der­kon­to ein­zu­zah­len.
(6) Der Rechts­an­wal­t ist ver­pflich­tet, sich fort­zu­bil­den.
§ 43b Wer­bung Wer­bung ist dem Rechts­an­wal­t nur er­laub­t, so­weit sie über die be­ruf­li­che Tä­tig­keit in Form und In­halt sach­lich un­ter­rich­tet und nicht auf die Er­tei­lung eines Auf­trags­ im Ein­zel­fall ge­rich­tet ist.
§ 43c Fach­an­walt­schaft (1) Dem Rechts­an­wal­t, der be­son­de­re Kennt­nis­se und Er­fah­run­gen in einem Rechts­ge­biet er­wor­ben hat, kann die Be­fug­nis­ ver­lie­hen wer­den, eine Fach­an­walts­be­zeich­nung zu füh­ren. Fach­an­walts­be­zeich­nun­gen gibt es für das
Ver­wal­tungs­recht, das Steu­er­recht, das Ar­beits­recht und das So­zi­al­recht sowie für die Rechts­ge­bie­te, die durch Sat­zung in einer Be­rufs­ord­nung nach § 59b Abs. 2 Nr. 2 Buch­sta­be a be­stimmt sind. Die Be­fug­nis­ darf für höchs­ten­s drei Rechts­ge­bie­te er­teil­t wer­den.
(2) Über den An­trag des Rechts­an­walts auf Er­tei­lung der Er­laub­nis ent­schei­det der Vor­stan­d der Rechts­an­walts­kam­mer, nach­dem ein Aus­schuß der Kam­mer die von dem Rechts­an­wal­t vor­zu­le­gen­den Nach­wei­se über den Er­wer­b der be­son­de­ren Kennt­nis­se und Er­fah­run­gen ge­prüft hat.
(3) Der Vor­stan­d der Rechts­an­walts­kam­mer bil­det für jedes Fach­ge­biet einen Aus­schuß und be­stell­t des­sen Mit­glie­der. Einem Aus­schuß ge­hö­ren min­des­ten­s drei Rechts­an­wäl­te an; diese kön­nen Mit­glie­der meh­re­rer­ Aus­schüs­se sein. Die §§ 75 und 76 Ab­satz 1 und 2 sind ent­spre­chend an­zu­wen­den. Meh­re­re Rechts­an­walts­kam­mern kön­nen ge­mein­sa­me Aus­schüs­se bil­den.
(4) Die Er­laub­nis zum Füh­ren der Fach­an­walts­be­zeich­nung kann mit Wir­kung für die Zu­kunft von dem Vor­stan­d der Rechts­an­walts­kam­mer zu­rück­ge­nom­men wer­den, wenn Tat­sa­chen nach­träg­lich be­kannt­wer­den, bei deren Kennt­nis die Er­laub­nis hätte ver­sag­t wer­den müs­sen. Sie kann wi­der­ru­fen wer­den, wenn eine in der Be­rufs­ord­nung vor­ge­schrie­be­ne Fort­bil­dung un­ter­las­sen wird.
§ 43d Darlegungs-​ und In­for­ma­ti­ons­pflich­ten bei In­kas­so­dienst­leis­tun­gen (1) Der Rechts­an­wal­t, der In­kas­so­dienst­leis­tun­gen er­bring­t, muss mit der ers­ten Gel­tend­ma­chung einer For­de­rung ge­gen­über­ einer Pri­vat­per­son fol­gen­de In­for­ma­tio­nen­ klar und ver­ständ­lich in Text­for­m über­mit­teln:
1.
den Namen oder die Firma des Auf­trag­ge­ber­s sowie des­sen An­schrift, so­fern nicht dar­ge­leg­t wird, dass durch die An­ga­be