4.
wenn er in der­sel­ben An­ge­le­gen­heit au­ßer­hal­b sei­ner An­walts­tä­tig­keit oder einer sons­ti­gen Tä­tig­keit im Sinne des § 59a Abs. 1 Satz 1 be­reit­s be­ruf­lich tätig war; dies gilt nicht, wenn die be­ruf­li­che Tä­tig­keit be­en­det ist.

(2) Dem Rechts­an­wal­t ist es un­ter­sag­t:
1.
in An­ge­le­gen­hei­ten, mit denen er be­reit­s als Rechts­an­wal­t gegen den Trä­ger des zu ver­wal­ten­den Ver­mö­gens be­faß­t war, als In­sol­venz­ver­wal­ter, Nach­laß­ver­wal­ter, Tes­ta­ments­voll­stre­cker, Be­treu­er oder in ähn­li­cher Funk­ti­on tätig zu wer­den;
2.
in An­ge­le­gen­hei­ten, mit denen er be­reit­s als Rechts­an­wal­t be­faß­t war, au­ßer­hal­b sei­ner An­walts­tä­tig­keit oder einer sons­ti­gen Tä­tig­keit im Sinne des § 59a Abs. 1 Satz 1 be­ruf­lich tätig zu wer­den.

(3) Die Ver­bo­te der Ab­sät­ze 1 und 2 gel­ten auch für die mit dem Rechts­an­wal­t in So­zie­tät oder in sons­ti­ger Weise zur ge­mein­schaft­li­chen Be­rufs­aus­übung ver­bun­de­nen oder ver­bun­den ge­we­se­nen Rechts­an­wäl­te und An­ge­hö­ri­gen an­de­rer Be­ru­fe und auch in­so­weit einer von die­sen im Sinne der Ab­sät­ze 1 und 2 be­faß­t war.
§ 46 An­ge­stell­te Rechts­an­wäl­te und Syn­di­kus­rechts­an­wäl­te (1) Rechts­an­wäl­te dür­fen ihren Beruf als An­ge­stell­te sol­cher Ar­beit­ge­ber aus­üben, die als Rechts­an­wäl­te, Pa­tent­an­wäl­te oder rechts-​ oder pa­tent­an­walt­li­che Be­rufs­aus­übungs­ge­sell­schaf­ten tätig sind.
(2) An­ge­stell­te an­de­rer als der in Ab­satz 1 ge­nann­ten Per­so­nen oder Ge­sell­schaf­ten üben ihren Beruf als Rechts­an­wal­t aus, so­fern sie im Rah­men­ ihres Ar­beits­ver­hält­nis­ses für ihren Ar­beit­ge­ber an­walt­lich tätig sind (Syn­di­kus­rechts­an­wäl­te). Der Syn­di­kus­‑
rechts­an­wal­t be­dar­f zur Aus­übung sei­ner Tä­tig­keit nach Satz 1 der Zu­las­sung zur Rechts­an­walt­schaft nach § 46a.
(3) Eine an­walt­li­che Tä­tig­keit im Sinne des Ab­sat­zes 2 Satz 1 liegt vor, wenn das Ar­beits­ver­hält­nis durch fol­gen­de fach­lich un­ab­hän­gig und ei­gen­ver­ant­wort­lich aus­zu­üben­de Tä­tig­kei­ten sowie durch fol­gen­de Merk­ma­le ge­präg­t ist:
1.
die Prü­fung von Rechts­fra­gen, ein­schließ­lich der Auf­klä­rung des Sach­ver­halts, sowie das Er­ar­bei­ten und Be­wer­ten von Lö­sungs­mög­lich­kei­ten,
2.
die Er­tei­lung von Rechts­rat,
3.
die Aus­rich­tung der Tä­tig­keit auf die Ge­stal­tung von Rechts­ver­hält­nis­sen, ins­be­son­de­re durch das selb­stän­di­ge Füh­ren von Ver­hand­lun­gen, oder auf die Ver­wirk­li­chung von Rech­ten und
4.
die Be­fug­nis­, nach außen ver­ant­wort­lich auf­zu­tre­ten.

(4) Eine fach­lich un­ab­hän­gi­ge Tä­tig­keit im Sinne des Ab­sat­zes 3 übt nicht aus, wer sich an Wei­sun­gen zu hal­ten hat, die eine ei­gen­stän­di­ge Ana­ly­se der Rechts­la­ge und eine ein­zel­fall­ori­en­tier­te Rechts­be­ra­tung aus­schlie­ßen. Die fach­li­che Un­ab­hän­gig­keit der Be­rufs­aus­übung des Syn­di­kus­rechts­an­walts ist ver­trag­lich und tat­säch­lich zu ge­währ­leis­ten.
(5) Die Be­fug­nis­ des Syn­di­kus­rechts­an­walts zur Be­ra­tung und Ver­tre­tung be­schränk­t sich auf die Rechts­an­ge­le­gen­hei­ten des Ar­beit­ge­ber­s. Diese um­fas­sen auch
1.
Rechts­an­ge­le­gen­hei­ten in­ner­hal­b ver­bun­de­ner Un­ter­neh­men im Sinne des § 15 des Ak­ti­en­ge­set­zes­,
2.
er­laub­te Rechts­dienst­leis­tun­gen des Ar­beit­ge­ber­s ge­gen­über­ sei­nen Mit­glie­dern, so­fern es sich bei dem Ar­beit­ge­ber um eine Ver­ei­ni­gung oder Ge­werk­schaft nach § 7 des Rechts­‑