einer in § 8 Abs. 2 Nr. 1 ge­nann­ten Stel­le nach­zu­wei­sen. Be­träg­t die Re­gel­stu­di­en­zeit der Hoch­schul­aus­bil­dung we­ni­ger als acht Se­mes­ter, ver­län­ger­t sich die Tä­tig­keit auf vier Jahre; eine dar­über­ hin­aus­ge­hen­de Tä­tig­keit wird nicht ge­for­der­t. Die Tä­tig­keit muss nach Er­wer­b des ers­ten be­rufs­qua­li­fi­zie­ren­den Hoch­schul­ab­schlus­ses er­bracht wer­den; Ab­satz 6 bleibt un­be­rühr­t.
(2) Von ihrer ge­sam­ten Tä­tig­keit müs­sen die Be­wer­ben­den we­nigs­ten­s wäh­rend der Dauer zwei­er Jahre über­wie­gen­d an Ab­schluss­prü­fun­gen teil­ge­nom­men und bei der Ab­fas­sung der Prü­fungs­be­rich­te mit­ge­wirk­t haben (Prü­fungs­tä­tig­keit). Sie sol­len wäh­rend die­ser Zeit ins­be­son­de­re an ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­nen Ab­schluss­prü­fun­gen teil­ge­nom­men und an der Ab­fas­sung der Prü­fungs­be­rich­te hier­über­ mit­ge­wirk­t haben. Die Prü­fungs­tä­tig­keit muss
1.
im Falle des § 8 Abs. 2 Nr. 1 nach dem fünf­ten Jahr der Mit­ar­beit ab­ge­leis­tet wer­den;
2.
im Falle des § 8 Abs. 2 Nr. 2 wäh­rend oder nach der be­ruf­li­chen Tä­tig­keit als ver­ei­dig­ter Buch­prü­fer oder ver­ei­dig­te Buch­prü­fe­rin oder als Steu­er­be­ra­ter oder Steu­er­be­ra­te­rin ab­ge­leis­tet wer­den.
Das Er­for­der­nis der Prü­fungs­tä­tig­keit ist er­füllt, wenn die Be­wer­ben­den nach­weis­lich in frem­den Un­ter­neh­men ma­te­ri­el­le Buch- und Bi­lanz­prü­fun­gen nach be­triebs­wirt­schaft­li­chen Grund­sät­zen durch­ge­führ­t haben. Als fremd gilt ein Un­ter­neh­men, mit dem die Be­wer­ben­den weder in einem Leitungs-​ noch in einem An­stel­lungs­ver­hält­nis ste­hen oder ge­stan­den haben.
(3) Die Prü­fungs­tä­tig­keit muss aus­ge­üb­t wor­den sein in Mit­ar­beit bei
1.
Be­rufs­an­ge­hö­ri­gen,
2.
Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaf­ten,
3.
ver­ei­dig­ten Buch­prü­fern oder ver­ei­dig­ten Buch­prü­fe­rin­nen,
4.
Buch­prü­fungs­ge­sell­schaf­ten,
5.
ge­nos­sen­schaft­li­chen Prü­fungs­ver­bän­den, in denen ein Be­rufs­an­ge­hö­ri­ger tätig ist,
6.
Prü­fungs­stel­len von Sparkassen-​ und Gi­ro­ver­bän­den, in denen ein Be­rufs­an­ge­hö­ri­ger tätig ist,
7.
über­ört­li­chen Prü­fungs­ein­rich­tun­gen für Kör­per­schaf­ten und An­stal­ten des öf­fent­li­chen Rechts, in denen ein Be­rufs­an­ge­hö­ri­ger tätig ist, oder
8.
in einem an­de­ren Mit­glied­staat der Eu­ro­päi­schen Union oder in einem an­de­ren Ver­trags­staat des Ab­kom­mens über den Eu­ro­päi­schen Wirt­schafts­raum zu­ge­las­se­nen Ab­schluss­prü­fern oder Ab­schluss­prü­fe­rin­nen (EU- oder EWR-​Abschlussprüfern) oder dort zu­ge­las­se­nen Prü­fungs­ge­sell­schaf­ten (EU- oder EWR-​Abschlussprüfungsgesellschaften).

(4) Der Nach­weis der Tä­tig­keit wie auch der Prü­fungs­tä­tig­keit ent­fällt für Be­wer­ben­de, die seit min­des­tens 15 Jah­ren den Beruf als Steu­er­be­ra­ter oder Steu­er­be­ra­te­rin oder als ver­ei­dig­ter Buch­prü­fer oder ver­ei­dig­te Buch­prü­fe­rin aus­ge­üb­t haben; dabei sind bis zu zehn Jahre Be­rufs­tä­tig­keit als Steu­er­be­voll­mäch­tig­ter oder Steu­er­be­voll­mäch­tig­te an­zu­rech­nen.
(5) Eine Re­vi­so­ren­tä­tig­keit in grö­ße­ren Un­ter­neh­men oder eine Tä­tig­keit als Steu­er­be­ra­ter oder Steu­er­be­ra­te­rin oder in einem Prü­fungs­ver­ban­d nach § 26 Abs. 2 des Kre­dit­we­sen­ge­set­zes­ oder eine mit der Prü­fungs­tä­tig­keit in Zu­sam­men­hang ste­hen­de Tä­tig­keit bei der Wirt­schafts­prü­fer­kam­mer, bei der Ab­schluss­prü­fer­auf­sichts­stel­le oder bei einer Per­so­nen­ver­ei­ni­gung nach § 43a Ab­satz 1 Num­mer 9 kann bis zur Höchst­dau­er von einem Jahr auf die Tä­tig­keit nach Ab­satz 1 an­ge­rech­net wer­den. Das­sel­be gilt für prü­fen­de Per­so­nen­ im öf­fent­li­chen Dienst, so­fern sie nach­weis­lich selbst­stän­dig Prü­fun­gen von grö­ße­ren Be­trie­ben durch­ge­führ­t haben. Eine Tä­tig­keit im Aus­lan­d ist auf die