chen vor der Be­ur­kun­dung er­fol­gen. Wird diese Frist un­ter­schrit­ten, sol­len die Grün­de hier­für in der Nie­der­schrift an­ge­ge­ben wer­den.
Wei­te­re Amts­pflich­ten des No­tar­s blei­ben un­be­rühr­t.
(3) Kommt aus­län­di­sches Recht zur An­wen­dung oder be­stehen dar­über Zwei­fel, so soll der Notar die Be­tei­lig­ten dar­auf hin­wei­sen und dies in der Nie­der­schrift ver­mer­ken. Zur Be­leh­rung über den In­halt aus­län­di­scher Rechts­ord­nun­gen ist er nicht ver­pflich­tet.
§ 18 Ge­neh­mi­gungs­er­for­der­nis­se Auf die er­for­der­li­chen ge­richt­li­chen oder be­hörd­li­chen Ge­neh­mi­gun­gen oder Be­stä­ti­gun­gen oder etwa dar­über be­stehen­de Zwei­fel soll der Notar die Be­tei­lig­ten hin­wei­sen und dies in der Nie­der­schrift ver­mer­ken.
§ 19 Un­be­denk­lich­keits­be­schei­ni­gung Darf nach dem Grund­er­werb­steu­er­recht eine Ein­tra­gung im Grund­buch erst vor­ge­nom­men wer­den, wenn die Un­be­denk­lich­keits­be­schei­ni­gung des Fi­nanz­amts vor­lieg­t, so soll der Notar die Be­tei­lig­ten dar­auf hin­wei­sen und dies in der Nie­der­schrift ver­mer­ken.
§ 20 Ge­setz­li­ches Vor­kaufs­recht Be­ur­kun­det der Notar die Ver­äu­ße­rung eines Grund­stücks, so soll er, wenn ein ge­setz­li­ches Vor­kaufs­recht in Be­tracht kom­men könn­te, dar­auf hin­wei­sen und dies in der Nie­der­schrift ver­mer­ken.
§ 20a Vor­sor­ge­voll­macht Be­ur­kun­det der Notar eine Vor­sor­ge­voll­macht, so soll er auf die Mög­lich­keit der Re­gis­trie­rung bei dem Zen­tra­len Vor­sor­ge­re­gis­ter hin­wei­sen.
§ 21 Grund­buch­ein­sicht, Brief­vor­la­ge (1) Bei Ge­schäf­ten, die im Grund­buch ein­ge­tra­ge­ne oder ein­zu­tra­gen­de Rech­te zum Ge­gen­stan­d haben, soll sich der Notar über den Grund­buch­in­hal­t
un­ter­rich­ten. Sonst soll er nur be­ur­kun­den, wenn die Be­tei­lig­ten trotz Be­leh­rung über die damit ver­bun­de­nen Ge­fah­ren auf einer so­for­ti­gen Be­ur­kun­dung be­stehen; dies soll er in der Nie­der­schrift ver­mer­ken.
(2) Bei der Ab­tre­tung oder Be­las­tung eines Brief­pfand­rechts soll der Notar in der Nie­der­schrift ver­mer­ken, ob der Brief vor­ge­le­gen hat.

4. Be­tei­li­gung be­hin­der­ter Per­so­nen­

§ 22 Hör­be­hin­der­te, sprach­be­hin­der­te und seh­be­hin­der­te Be­tei­lig­te (1) Ver­mag ein Be­tei­lig­ter nach sei­nen An­ga­ben oder nach der Über­zeu­gung des No­tar­s nicht hin­rei­chen­d zu hören, zu spre­chen oder zu sehen, so soll zu der Be­ur­kun­dung ein Zeuge oder ein zwei­ter Notar zu­ge­zo­gen wer­den, es sei denn, daß alle Be­tei­lig­ten dar­auf ver­zich­ten. Auf Ver­lan­gen eines hör- oder sprach­be­hin­der­ten Be­tei­lig­ten soll der Notar einen Ge­bär­den­sprach­dol­met­scher hin­zu­zie­hen. Diese Tat­sa­chen sol­len in der Nie­der­schrift fest­ge­stell­t wer­den.
(2) Die Nie­der­schrift soll auch von dem Zeu­gen oder dem zwei­ten Notar un­ter­schrie­ben wer­den.
§ 23 Be­son­der­hei­ten für hör­be­hin­der­te Be­tei­lig­te Eine Nie­der­schrift, in der nach § 22 Abs. 1 fest­ge­stell­t ist, daß ein Be­tei­lig­ter nicht hin­rei­chen­d zu hören ver­mag, muß die­sem Be­tei­lig­ten an­stel­le des Vor­le­sens zur Durch­sicht vor­ge­leg­t wer­den; in der Nie­der­schrift soll fest­ge­stell­t wer­den, daß dies ge­sche­hen ist. Hat der Be­tei­lig­te die Nie­der­schrift ei­gen­hän­dig un­ter­schrie­ben, so wird ver­mu­tet, daß sie ihm zur Durch­sicht vor­ge­leg­t und von ihm ge­neh­mig­t wor­den ist.