2. Ver­mer­ke

§ 39 Ein­fa­che Zeug­nis­se Bei der Be­glau­bi­gung einer Un­ter­schrift oder eines Hand­zei­chens oder der Zeich­nung einer Na­mens­un­ter­schrift, bei der Fest­stel­lung des Zeit­punk­tes, zu dem eine Pri­vat­ur­kun­de vor­ge­leg­t wor­den ist, bei Be­schei­ni­gun­gen über Ein­tra­gun­gen in öf­fent­li­chen Re­gis­tern, bei der Be­glau­bi­gung von Ab­schrif­ten, Ab­dru­cken, Ab­lich­tun­gen und der­glei­chen (Ab­schrif­ten) und bei sons­ti­gen ein­fa­chen Zeug­nis­sen ge­nüg­t an­stel­le einer Nie­der­schrift eine Ur­kun­de, die das Zeug­nis­, die Un­ter­schrift und das Präge-​ oder Farb­druck­sie­gel (Sie­gel) des No­tar­s ent­hal­ten muß und Ort und Tag der Aus­stel­lung an­ge­ben soll (Ver­mer­k).
§ 39a Ein­fa­che elek­tro­ni­sche Zeug­nis­se (1) Be­glau­bi­gun­gen und sons­ti­ge Zeug­nis­se im Sinne des § 39 kön­nen elek­tro­nisch er­rich­tet wer­den. Das hier­zu­ er­stell­te Do­ku­men­t muss mit einer qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Si­gna­tur ver­se­hen wer­den. Diese soll auf einem Zer­ti­fi­kat be­ru­hen, das auf Dauer prüf­bar ist. Der Notar muss die qua­li­fi­zier­te elek­tro­ni­sche Si­gna­tur selbst er­zeu­gen. § 33 Ab­satz 3 der Bun­des­no­ta­r­ord­nung gilt ent­spre­chend.
(2) Mit dem Zeug­nis­ muss eine Be­stä­ti­gung der No­tar­ei­gen­schaft durch die zu­stän­di­ge Stel­le ver­bun­den wer­den. Das Zeug­nis­ soll Ort und Tag der Aus­stel­lung an­ge­ben.
(3) Bei der Be­glau­bi­gung eines elek­tro­ni­schen Do­ku­ment­s, das mit einer qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Si­gna­tur ver­se­hen ist, soll das Er­geb­nis der Si­gna­tur­prü­fung do­ku­men­tier­t wer­den.
§ 40 Be­glau­bi­gung einer Un­ter­schrift (1) Eine Un­ter­schrift soll nur be­glau­big­t wer­den, wenn sie in Ge­gen­war­t des No­tar­s
voll­zo­gen oder a­n­er­kann­t wird.
(2) Der Notar braucht die Ur­kun­de nur dar­auf zu prü­fen, ob Grün­de be­stehen, seine Amts­tä­tig­keit zu ver­sa­gen.
(3) Der Be­glau­bi­gungs­ver­mer­k muß auch die Per­son be­zeich­nen, wel­che die Un­ter­schrift voll­zo­gen oder a­n­er­kann­t hat. In dem Ver­mer­k soll an­ge­ge­ben wer­den, ob die Un­ter­schrift vor dem Notar voll­zo­gen oder a­n­er­kann­t wor­den ist.
(4) § 10 Ab­satz 1, 2 und 3 Satz 1 gilt ent­spre­chend.
(5) Un­ter­schrif­ten ohne zu­ge­hö­ri­gen Text soll der Notar nur be­glau­bi­gen, wenn dar­ge­leg­t wird, daß die Be­glau­bi­gung vor der Fest­le­gung des Ur­kun­den­in­halts be­nö­tig­t wird. In dem Be­glau­bi­gungs­ver­mer­k soll an­ge­ge­ben wer­den, daß bei der Be­glau­bi­gung ein durch die Un­ter­schrift ge­deck­ter Text nicht vor­han­den war.
(6) Die Ab­sät­ze 1 bis 5 gel­ten für die Be­glau­bi­gung von Hand­zei­chen ent­spre­chend.
§ 41 Be­glau­bi­gung der Zeich­nung einer Firma oder Na­mens­un­ter­schrift Bei der Be­glau­bi­gung der Zeich­nung einer Na­mens­un­ter­schrift, die zur Auf­be­wah­rung beim Ge­richt be­stimmt ist, muß die Zeich­nung in Ge­gen­war­t des No­tar­s voll­zo­gen wer­den; dies soll in dem Be­glau­bi­gungs­ver­mer­k fest­ge­stell­t wer­den. Der Be­glau­bi­gungs­ver­mer­k muß auch die Per­son an­ge­ben, wel­che ge­zeich­net hat. § 10 Ab­satz 1, 2 und 3 Satz 1 gilt ent­spre­chend.
§ 42 Be­glau­bi­gung einer Ab­schrift (1) Bei der Be­glau­bi­gung der Ab­schrift einer Ur­kun­de soll fest­ge­stell­t wer­den, ob die Ur­kun­de eine Ur­schrift, eine Aus­fer­ti­gung, eine be­glau­big­te oder ein­fa­che Ab­schrift ist.
(2) Fin­den sich in einer dem Notar vor­ge­leg­ten Ur­kun­de Lü­cken, Durch­strei­chun­gen, Ein­schal­tun­gen, Än­de­run­gen oder un­le­ser­li­che Worte, zei­gen sich Spu­ren der Be­sei­ti­gung von Schrift­‑