(2a) Macht die dau­ern­de Be­schrän­kung des Ge­mein­ge­brauchs­ durch die Stra­ßen­bau­be­hör­de oder auf Bun­des­au­to­bah­nen durch die Ge­sell­schaft pri­va­ten Rechts im Sinne des In­fra­struk­tur­ge­sell­schafts­er­rich­tungs­ge­set­zes­ die Her­stel­lung von Er­satz­stra­ßen oder -​wegen not­wen­dig, so ist der Trä­ger der Stra­ßen­bau­last der Bun­des­fern­stra­ße zur Er­stat­tung der Her­stel­lungs­kos­ten ver­pflich­tet, es sei denn, dass er die Her­stel­lung auf An­trag des zu­stän­di­gen Trä­ger­s der Stra­ßen­bau­last selbst über­nimmt.
(3) Wer eine Bun­des­fern­stra­ße aus An­las­s des Ge­mein­ge­brauchs­ über das üb­li­che Maß hin­aus ver­un­rei­nig­t, hat die Ver­un­rei­ni­gung ohne Auf­for­de­rung un­ver­züg­lich zu be­sei­ti­gen; an­dern­falls kann die Stra­ßen­bau­be­hör­de oder auf Bun­des­au­to­bah­nen durch die Ge­sell­schaft pri­va­ten Rechts im Sinne des In­fra­struk­tur­ge­sell­schafts­er­rich­tungs­ge­set­zes­ die Ver­un­rei­ni­gung auf seine Kos­ten be­sei­ti­gen.
§ 7a Ver­gü­tung von Mehr­kos­ten Wenn eine Bun­des­fern­stra­ße wegen der Art des Ge­brauchs­ durch einen an­de­ren auf­wän­di­ger her­ge­stell­t oder aus­ge­baut wer­den muss, als es dem re­gel­mä­ßi­gen Ver­kehrs­be­dürf­nis ent­spricht, hat der an­de­re dem Trä­ger der Stra­ßen­bau­last die Mehr­kos­ten für den Bau und die Un­ter­hal­tung zu ver­gü­ten. Das gilt nicht für Hal­te­stel­len­buch­ten für den Li­ni­en­ver­kehr. Der Trä­ger der Stra­ßen­bau­last kann an­ge­mes­se­ne Vor­schüs­se oder Si­cher­hei­ten ver­lan­gen.
§ 8 Son­der­nut­zun­gen; Ver­ord­nungs­er­mäch­ti­gung (1) Die Be­nut­zung der Bun­des­fern­stra­ßen über den Ge­mein­ge­brauch hin­aus ist Son­der­nut­zung. Sie be­dar­f der Er­laub­nis der Stra­ßen­bau­be­hör­de, auf Bun­des­au­to­bah­nen der Er­laub­nis der Ge­sell­schaft pri­va­ten Rechts im Sinne des In­fra­struk­tur­ge­sell­schafts­er­rich­tungs­ge­set­zes­, in Orts­durch­fahr­ten der Er­laub­nis der Ge­mein­de­. So­weit die Ge­mein­de­ nicht Trä­ger der Stra­ßen­bau­last ist, darf sie die Er­laub­nis nur mit Zu­stim­mung der Stra­ßen­bau­be­‑
hör­de er­tei­len. Die Ge­mein­de­ kann durch Sat­zung be­stimm­te Son­der­nut­zun­gen in den Orts­durch­fahr­ten von der Er­laub­nis be­frei­en und die Aus­übung re­geln. So­weit die Ge­mein­de­ nicht Trä­ger der Stra­ßen­bau­last ist, be­dar­f die Sat­zung der Zu­stim­mung der obers­ten Lan­des­stra­ßen­bau­be­hör­de. Eine Er­laub­nis soll nicht er­teil­t wer­den, wenn be­hin­der­te Men­schen durch die Son­der­nut­zung in der Aus­übung des Ge­mein­ge­brauchs­ er­heb­lich be­ein­träch­tig­t wür­den.
(2) Die Er­laub­nis darf nur auf Zeit oder Wi­der­ruf er­teil­t wer­den. Sie kann mit Be­din­gun­gen und Auf­la­gen ver­bun­den wer­den. So­weit die Ge­mein­de­ nicht Trä­ger der Stra­ßen­bau­last ist, hat sie eine wi­der­ruf­lich er­teil­te Er­laub­nis zu wi­der­ru­fen, wenn die Stra­ßen­bau­be­hör­de dies aus Grün­den des Stra­ßen­bau­s oder der Si­cher­heit oder Leich­tig­keit des Ver­kehrs­ ver­lang­t.
(2a) Der Er­laub­nis­neh­mer hat An­la­gen so zu er­rich­ten und zu un­ter­hal­ten, dass sie den An­for­de­run­gen der Si­cher­heit und Ord­nung sowie den a­n­er­kann­ten Re­geln der Tech­ni­k ge­nü­gen. Ar­bei­ten an der Stra­ße be­dür­fen der Zu­stim­mung der Stra­ßen­bau­be­hör­de oder auf Bun­des­au­to­bah­nen der Zu­stim­mung der Ge­sell­schaft pri­va­ten Rechts im Sinne des In­fra­struk­tur­ge­sell­schafts­er­rich­tungs­ge­set­zes­. Der Er­laub­nis­neh­mer hat auf Ver­lan­gen der für die Er­laub­nis zu­stän­di­gen Be­hör­de oder auf Bun­des­au­to­bah­nen der Ge­sell­schaft pri­va­ten Rechts im Sinne des In­fra­struk­tur­ge­sell­schafts­er­rich­tungs­ge­set­zes­ die An­la­gen auf seine Kos­ten zu än­dern und alle Kos­ten zu er­set­zen, die dem Trä­ger der Stra­ßen­bau­last durch die Son­der­nut­zung ent­ste­hen. Hier­für kann der Trä­ger der Stra­ßen­bau­last an­ge­mes­se­ne Vor­schüs­se und Si­cher­hei­ten ver­lan­gen.
(3) Für Son­der­nut­zun­gen kön­nen Son­der­nut­zungs­ge­büh­ren er­ho­ben wer­den. Sie ste­hen in Orts­durch­fahr­ten den Ge­mein­de­n, im Üb­ri­gen dem Trä­ger der Stra­ßen­bau­last zu. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um­ für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur wird er­mäch­tig­t, durch Rechts­ver­ord­nung ohne Zu­stim­mung des Bun­des­ra­tes für