Son­der­nut­zun­gen der Bun­des­fern­stra­ßen eine Ge­büh­ren­ord­nung zu er­las­sen, so­weit dem Bund die Ver­wal­tung einer Bun­des­fern­stra­ße zu­steht. Im Üb­ri­gen wer­den die Lan­des­re­gie­run­gen er­mäch­tig­t, durch Rechts­ver­ord­nung Ge­büh­ren­ord­nun­gen für die Son­der­nut­zun­gen zu er­las­sen. Die Er­mäch­ti­gung des Sat­zes 3 kann durch Rechts­ver­ord­nung des Bun­des­mi­nis­te­ri­um­s für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur ohne Zu­stim­mung des Bun­des­ra­tes auf das Fernstraßen-​Bundesamt über­tra­gen wer­den. Die Er­mäch­ti­gung des Sat­zes 4 kann durch Rechts­ver­ord­nung der zu­stän­di­gen Lan­des­re­gie­rung auf die obers­te Lan­des­stra­ßen­bau­be­hör­de über­tra­gen wer­den. Die Ge­mein­de­n kön­nen die Ge­büh­ren durch Sat­zung re­geln, so­weit ihnen die Son­der­nut­zungs­ge­büh­ren zu­ste­hen. Bei Be­mes­sung der Ge­büh­ren sind Art und Aus­maß der Ein­wir­kung auf die Stra­ße und den Ge­mein­ge­brauch sowie das wirt­schaft­li­che In­ter­es­se des Ge­büh­ren­schuld­ner­s zu be­rück­sich­ti­gen.
(4) (weg­ge­fal­len)
(4a) (weg­ge­fal­len)
(5) (weg­ge­fal­len)
(6) Ist nach den Vor­schrif­ten des Stra­ßen­ver­kehrs­rechts eine Er­laub­nis für eine über­mä­ßi­ge Stra­ßen­be­nut­zung oder eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung er­for­der­lich, so be­dar­f es k­ei­ner Er­laub­nis nach Ab­satz 1. Vor ihrer Ent­schei­dung hat die hier­für zu­stän­di­ge Be­hör­de die sonst für die Son­der­nut­zungs­er­laub­nis zu­stän­di­ge Be­hör­de oder auf Bun­des­fern­stra­ßen, so­weit dem Bund die Ver­wal­tung einer Bun­des­fern­stra­ße zu­steht, die Ge­sell­schaft pri­va­ten Rechts im Sinne des In­fra­struk­tur­ge­sell­schafts­er­rich­tungs­ge­set­zes­ zu hören. Die von die­ser ge­for­der­ten Be­din­gun­gen, Auf­la­gen und Son­der­nut­zungs­ge­büh­ren sind dem An­trag­stel­ler in der Er­laub­nis oder Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung auf­zu­er­le­gen.
(7) (weg­ge­fal­len)
(7a) Wird eine Bun­des­fern­stra­ße ohne die er­for­der­li­che Er­laub­nis be­nutz­t oder kommt der Er­laub­nis­neh­mer sei­nen Ver­pflich­tun­gen nicht nach, so kann die für die Er­tei­lung der Er­laub­nis zu­stän­di­ge Be­hör­de oder auf Bun­des­fern­stra­ßen, so­weit dem Bund die Ver­wal­tung einer Bun­des­fern­stra­ße zu­steht, die Ge­sell­schaft pri­va­ten Rechts im Sinne des In­fra­struk­tur­ge­sell­schafts­er­rich­tungs­ge­set­zes­ die er­for­der­li­chen Maß­nah­men zur Be­en­di­gung der Be­nut­zung oder zur Er­fül­lung der Auf­la­gen an­ord­nen. Sind sol­che An­ord­nun­gen nicht oder nur unter un­ver­hält­nis­mä­ßi­gem Auf­wan­d mög­lich oder nicht er­folg­ver­spre­chen­d, so kann sie den rechts­wid­ri­gen Zu­stan­d auf Kos­ten des Pflich­ti­gen be­sei­ti­gen oder be­sei­ti­gen las­sen.
(8) Der Er­laub­nis­neh­mer hat gegen den Trä­ger der Stra­ßen­bau­last k­ei­nen Er­satz­an­spruch bei Wi­der­ruf oder bei Sper­rung, Än­de­rung oder Ein­zie­hung der Stra­ße.
(9) Un­wi­der­ruf­li­che Nut­zungs­rech­te, die von frü­her her be­stehen, kön­nen zur Si­cher­heit oder Leich­tig­keit des Ver­kehrs­ durch Ent­eig­nung auf­ge­ho­ben wer­den. § 19 gilt ent­spre­chend.
(10) Die Ein­räu­mung von Rech­ten zur Be­nut­zung des Ei­gen­tums der Bun­des­fern­stra­ßen rich­tet sich nach bür­ger­li­chem Recht, wenn sie den Ge­mein­ge­brauch nicht be­ein­träch­tig­t, wobei eine Be­ein­träch­ti­gung von nur kur­zer Dauer für Zwe­cke der öf­fent­li­chen Ver­sor­gung außer Be­tracht bleib­t.
(11) Das Carsharing-​Gesetz bleib­t un­be­rühr­t.
§ 8a Stra­ßen­an­lie­ger (1) Zu­fahr­ten und Zu­gän­ge zu Bun­des­stra­ßen au­ßer­hal­b der zur Er­schlie­ßung der an­lie­gen­den Grund­stü­cke be­stimm­ten Teile der Orts­durch­fahr­ten gel­ten als Son­der­nut­zung im Sinne des § 8, wenn sie neu an­ge­leg­t oder ge­än­der­t wer­den. Eine Än­de­rung liegt auch vor, wenn eine Zu­fahr­t oder ein Zu­gang ge­gen­über dem bis­he­ri­gen Zu­stan­d einem er­heb­lich grö­ße­ren oder einem an­ders­ar­ti­gen Ver­kehr als bis­her die­nen