flä­chen­ sowie an die­sen ge­le­ge­ne über­bau­ba­re Grund­stücks­flä­chen­ ent­häl­t und unter Mit­wir­kung des Trä­ger­s der Stra­ßen­bau­last zu­stan­de ge­kom­men ist.
(8) Die obers­te Lan­des­stra­ßen­bau­be­hör­de oder das Fernstraßen-​Bundesamt an den Bun­des­fern­stra­ßen, so­weit dem Bund die Ver­wal­tung einer Bun­des­fern­stra­ße zu­steht, kann im Ein­zel­fall Aus­nah­men von den Ver­bo­ten der Ab­sät­ze 1, 4 und 6 zu­las­sen, wenn die Durch­füh­rung der Vor­schrif­ten im Ein­zel­fall zu einer of­fen­bar nicht be­ab­sich­tig­ten Härte füh­ren würde und die Ab­wei­chung mit den öf­fent­li­chen Be­lan­gen ver­ein­bar ist oder wenn Grün­de des Wohls der All­ge­mein­heit die Ab­wei­chun­gen er­for­dern. Aus­nah­men kön­nen mit Be­din­gun­gen und Auf­la­gen ver­se­hen wer­den.
(9) Wird in­fol­ge der An­wen­dung der Ab­sät­ze 1, 2, 4 und 5 die bau­li­che Nut­zung eines Grund­stücks, auf deren Zu­las­sung bis­her ein Rechts­an­spruch be­stan­d, ganz oder teil­wei­se auf­ge­ho­ben, so kann der Ei­gen­tü­mer in­so­weit eine an­ge­mes­se­ne Ent­schä­di­gung in Geld ver­lan­gen, als seine Vor­be­rei­tun­gen zur bau­li­chen Nut­zung des Grund­stücks in dem bis­her zu­läs­si­gen Um­fang für ihn an Wert ver­lie­ren oder eine we­sent­li­che Wert­min­de­rung des Grund­stücks ein­tritt. Zur Ent­schä­di­gung ist der Trä­ger der Stra­ßen­bau­last ver­pflich­tet.
(10) Im Fall des Ab­sat­zes 4 ent­steht der An­spruch nach Ab­satz 9 erst, wenn der Plan rechts­kräf­tig fest­ge­stell­t oder ge­neh­mig­t oder mit der Aus­füh­rung be­gon­nen wor­den ist, spä­tes­tens je­doch nach Ab­lauf von vier Jah­ren, nach­dem die Be­schrän­kun­gen der Ab­sät­ze 1 und 2 in Kraft ge­tre­ten sind.
§ 9a Ver­än­de­rungs­sper­re, Vor­kaufs­recht (1) Vom Be­gin­n der Aus­le­gung der Pläne im Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren oder von dem Zeit­punkt an, zu dem den Be­trof­fe­nen Ge­le­gen­heit ge­ge­ben wird, den Plan ein­zu­se­hen, dür­fen auf den vom Plan be­trof­fe­nen Flä­chen­ bis zu ihrer Über­nah­me durch den Trä­ger der Stra­ßen­‑
bau­last we­sent­lich wert­stei­gern­de oder den ge­plan­ten Stra­ßen­bau er­heb­lich er­schwe­ren­de Ver­än­de­run­gen nicht vor­ge­nom­men wer­den. Ver­än­de­run­gen, die in recht­lich zu­läs­si­ger Weise vor­her be­gon­nen wor­den sind, Un­ter­hal­tungs­ar­bei­ten und die Fort­füh­rung einer bis­her aus­ge­üb­ten Nut­zung wer­den hier­von nicht be­rühr­t.
(2) Dau­er­t die Ver­än­de­rungs­sper­re län­ger als vier Jahre, so kön­nen die Ei­gen­tü­mer für die da­durch­ ent­stan­de­nen Ver­mö­gens­nach­tei­le vom Trä­ger der Stra­ßen­bau­last eine an­ge­mes­se­ne Ent­schä­di­gung in Geld ver­lan­gen. Sie kön­nen fer­ner die Über­nah­me der vom Plan be­trof­fe­nen Flä­chen­ ver­lan­gen, wenn es ihnen mit Rück­sicht auf die Ver­än­de­rungs­sper­re wirt­schaft­lich nicht zu­zu­mu­ten ist, die Grund­stü­cke in der bis­he­ri­gen oder einer an­de­ren zu­läs­si­gen Art zu be­nut­zen. Kommt keine Ei­ni­gung über die Über­nah­me zu­stan­de, so kön­nen die Ei­gen­tü­mer die Ent­zie­hung des Ei­gen­tums an den Flä­chen­ ver­lan­gen. Im Üb­ri­gen gilt § 19 (Ent­eig­nung).
(3) Um die Pla­nung der Bun­des­fern­stra­ßen zu si­chern, kön­nen die Lan­des­re­gie­run­gen und kann an Stel­le der Lan­des­re­gie­run­gen zur Si­che­rung der Pla­nung von Bun­des­au­to­bah­nen das Bun­des­mi­nis­te­ri­um­ für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur, so­fern das Fernstraßen-​Bundesamt nach § 2 Ab­satz 1 Satz 1 Num­mer 4 und Ab­satz 2 des Fernstraßen-​Bundesamt-Errichtungsgesetzes zu­stän­di­ge Plan­fest­stel­lungs­be­hör­de ist, durch Rechts­ver­ord­nung für die Dauer von höchs­ten­s zwei Jah­ren Pla­nungs­ge­bie­te fest­le­gen. Die Ge­mein­de­n und Krei­se, deren Be­reich durch die fest­zu­le­gen­den Pla­nungs­ge­bie­te be­trof­fen wird, sind vor­her zu hören. Die Er­mäch­ti­gung kann durch Rechts­ver­ord­nung wei­ter über­tra­gen wer­den. Die Rechts­ver­ord­nung des Bun­des­mi­nis­te­ri­um­s für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur auf Grund von Satz 1 be­dar­f nicht der Zu­stim­mung des Bun­des­ra­tes. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um­ für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur kann die Er­mäch­ti­gung nach Satz 1 durch Rechts­ver­ord­nung auf das Fernstraßen-​