dienst­leis­tungs­ge­set­zes­ oder nach § 8 Ab­satz 1 Num­mer 2 des Rechts­dienst­leis­tungs­ge­set­zes­ han­del­t, und
3.
er­laub­te Rechts­dienst­leis­tun­gen des Ar­beit­ge­ber­s ge­gen­über­ Drit­ten, so­fern es sich bei dem Ar­beit­ge­ber um einen An­ge­hö­ri­gen der in § 59a ge­nann­ten so­zie­täts­fä­hi­gen Be­ru­fe oder um eine Be­rufs­aus­übungs­ge­sell­schaft sol­cher Be­ru­fe han­del­t.

§ 46a Zu­las­sung als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t (1) Die Zu­las­sung zur Rechts­an­walt­schaft als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t ist auf An­trag zu er­tei­len, wenn
1.
die all­ge­mei­nen Zu­las­sungs­vor­aus­set­zun­gen zum Beruf des Rechts­an­walts gemäß § 4 er­füll­t sind,
2.
kein Zu­las­sungs­ver­sa­gungs­grun­d nach § 7 vor­lieg­t und
3.
die Tä­tig­keit den An­for­de­run­gen des § 46 Ab­satz 2 bis 5 ent­spricht.
Die Zu­las­sung nach Satz 1 kann für meh­re­re Ar­beits­ver­hält­nis­se er­teil­t wer­den.
(2) Über die Zu­las­sung als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t ent­schei­det die ört­lich zu­stän­di­ge Rechts­an­walts­kam­mer nach An­hö­rung des Trä­ger­s der Ren­ten­ver­si­che­rung. Die Ent­schei­dung ist zu be­grün­den und dem An­trag­stel­ler sowie dem Trä­ger der Ren­ten­ver­si­che­rung zu­zu­stel­len. Wie dem An­trag­stel­ler steht auch dem Trä­ger der Ren­ten­ver­si­che­rung gegen die Ent­schei­dung nach Satz 1 Rechts­schutz gemäß § 112a Ab­satz 1 und 2 zu. Der Trä­ger der Ren­ten­ver­si­che­rung ist bei sei­ner Ent­schei­dung über die Be­frei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung nach § 6 Ab­satz 1 Satz 1 Num­mer 1 und Ab­satz 3 des Sechs­ten Bu­ches So­zi­al­ge­setz­buch an die be­stands­kräf­ti­ge Ent­schei­dung der Rechts­an­walts­kam­mer nach Satz 1 ge­bun­den.
(3) Dem An­trag auf Zu­las­sung ist eine Aus­fer­ti­gung oder eine öf­fent­lich be­glau­big­te Ab­schrift des Ar­beits­ver­trags­ oder der Ar‑
­beits­ver­trä­ge bei­zu­fü­gen. Die Rechts­an­walts­kam­mer kann die Vor­la­ge wei­te­rer Nach­wei­se ver­lan­gen.
(4) Das Zu­las­sungs­ver­fah­ren rich­tet sich nach den §§ 10 bis 12a mit der Maß­ga­be, dass
1.
ab­wei­chen­d von § 12 Ab­satz 2 der Nach­weis des Ab­schlus­ses einer Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung oder die Vor­la­ge einer vor­läu­fi­gen De­ckungs­zu­sa­ge nicht er­for­der­lich ist;
2.
ab­wei­chen­d von § 12 Ab­satz 3 der Syn­di­kus­rechts­an­wal­t un­be­scha­det des § 12 Ab­satz 1, 2 Num­mer 1 und Ab­satz 4 mit der Zu­las­sung rück­wir­ken­d zu dem Zeit­punk­t Mit­glie­d der Rechts­an­walts­kam­mer wird, zu dem der An­trag auf Zu­las­sung dort ein­ge­gan­gen ist, so­fern nicht die Tä­tig­keit, für die die Zu­las­sung er­folg­t, erst nach der An­trag­stel­lung be­gon­nen hat; in die­sem Fall wird die Mit­glied­schaft erst mit dem Zeit­punk­t des Be­ginns der Tä­tig­keit be­grün­det;
3.
ab­wei­chen­d von § 12 Ab­satz 4 die Tä­tig­keit unter der Be­rufs­be­zeich­nung „Rechts­an­wäl­tin (Syn­di­kus­rechts­an­wäl­tin)“ oder „Rechts­an­wal­t (Syn­di­kus­rechts­an­wal­t)“ aus­zu­üben ist.

§ 46b Er­lö­schen und Än­de­rung der Zu­las­sung als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t (1) Die Zu­las­sung als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t er­lischt nach Maß­ga­be des § 13.
(2) Für die Rück­nah­me und den Wi­der­ruf der Zu­las­sung als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t gel­ten die §§ 14 und 15 mit Aus­nah­me des § 14 Ab­satz 2 Num­mer 9. Die Zu­las­sung als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t ist fer­ner ganz oder teil­wei­se zu wi­der­ru­fen, so­weit die ar­beits­ver­trag­li­che Ge­stal­tung eines Ar­beits­ver­hält­nis­ses oder die tat­säch­lich aus­ge­üb­te Tä­tig­keit nicht mehr den An­for­de­run­gen des § 46 Ab­satz 2 bis 5 ent­spricht. § 46a Ab­satz 2 gilt ent­spre­chend.