(3) Wer­den nach einer Zu­las­sung nach § 46a wei­te­re Ar­beits­ver­hält­nis­se als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t auf­ge­nom­men oder tritt in­ner­hal­b be­reit­s be­stehen­der Ar­beits­ver­hält­nis­se eine we­sent­li­che Än­de­rung der Tä­tig­keit ein, ist auf An­trag die Zu­las­sung nach Maß­ga­be des § 46a unter den dort ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen auf die wei­te­ren Ar­beits­ver­hält­nis­se oder auf die ge­än­der­te Tä­tig­keit zu er­stre­cken.
(4) Der Syn­di­kus­rechts­an­wal­t hat der nach § 56 Ab­satz 3 zu­stän­di­gen Stel­le un­be­scha­det sei­ner Anzeige-​ und Vor­la­ge­pflich­ten nach § 56 Ab­satz 3 auch jede der fol­gen­den tä­tig­keits­be­zo­ge­nen Än­de­run­gen des Ar­beits­ver­hält­nis­ses un­ver­züg­lich an­zu­zei­gen:
1.
jede tä­tig­keits­be­zo­ge­ne Än­de­rung des Ar­beits­ver­trags­, dazu ge­hör­t auch die Auf­nah­me eines neuen Ar­beits­ver­hält­nis­ses,
2.
jede we­sent­li­che Än­de­rung der Tä­tig­keit in­ner­hal­b des Ar­beits­ver­hält­nis­ses.
Im Fall des Sat­zes 1 Num­mer 1 ist der An­zei­ge eine Aus­fer­ti­gung oder eine öf­fent­lich be­glau­big­te Ab­schrift des ge­än­der­ten Ar­beits­ver­trags­ bei­zu­fü­gen. § 57 gilt ent­spre­chend.
§ 46c Be­son­de­re Vor­schrif­ten für Syn­di­kus­rechts­an­wäl­te (1) So­weit ge­setz­lich nichts an­de­res be­stimmt ist, gel­ten für Syn­di­kus­rechts­an­wäl­te die Vor­schrif­ten über Rechts­an­wäl­te.
(2) Syn­di­kus­rechts­an­wäl­te dür­fen ihren Ar­beit­ge­ber nicht ver­tre­ten
1.
vor den Land­ge­rich­ten, Ober­lan­des­ge­rich­ten und dem Bun­des­ge­richts­hof in zi­vil­recht­li­chen Ver­fah­ren und Ver­fah­ren der frei­wil­li­gen Ge­richts­bar­keit, so­fern die Par­tei­en oder die Be­tei­lig­ten sich durch einen Rechts­an­wal­t ver­tre­ten las­sen müs­sen oder vor­ge­se­hen ist, dass ein Schrift­satz von einem Rechts­an­wal­t un­ter­zeich­net sein muss, und
2.
vor den in § 11 Ab­satz 4 Satz 1 des Ar­beits­ge­richts­ge­set­zes­ ge­nann­ten Ge­rich­ten, es sei denn, der Ar­beit­ge­ber ist ein ver­tre­tungs­be­fug­ter Be­voll­mäch­tig­ter im Sinne des § 11 Ab­satz 4 Satz 2 des Ar­beits­ge­richts­ge­set­zes­.
In Straf-​ oder Buß­geld­ver­fah­ren, die sich gegen den Ar­beit­ge­ber oder des­sen Mit­ar­bei­ter rich­ten, dür­fen Syn­di­kus­rechts­an­wäl­te nicht als deren Ver­tei­di­ger oder Ver­tre­ter tätig wer­den; dies gilt, wenn Ge­gen­stan­d des Straf-​ oder Buß­geld­ver­fah­rens ein un­ter­neh­mens­be­zo­ge­ner Tat­vor­wur­f ist, auch in Bezug auf eine Tä­tig­keit als Rechts­an­wal­t im Sinne des § 4.
(3) Auf die Tä­tig­keit von Syn­di­kus­rechts­an­wäl­ten fin­den die §§ 44, 48 bis 49a und 50 Ab­satz 2 und 3 sowie die §§ 51 bis 55 keine An­wen­dung.
(4) § 27 fin­det auf Syn­di­kus­rechts­an­wäl­te mit der Maß­ga­be An­wen­dung, dass die re­gel­mä­ßi­ge Ar­beits­stät­te als Kanz­lei gilt. Ist der Syn­di­kus­rechts­an­wal­t zu­gleich als Rechts­an­wal­t gemäß § 4 zu­ge­las­sen oder ist er im Rah­men­ meh­re­rer­ Ar­beits­ver­hält­nis­se als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t tätig, ist für jede Tä­tig­keit eine wei­te­re Kanz­lei zu er­rich­ten und zu un­ter­hal­ten, wovon nur eine im Be­zir­k der Rechts­an­walts­kam­mer be­le­gen sein muss, deren Mit­glie­d er ist.
(5) In die Ver­zeich­nis­se nach § 31 ist er­gän­zen­d zu den in § 31 Ab­satz 3 ge­nann­ten An­ga­ben auf­zu­neh­men, dass die Zu­las­sung zur Rechts­an­walt­schaft als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t er­folg­t ist. Ist der Syn­di­kus­rechts­an­wal­t zu­gleich als Rechts­an­wal­t gemäß § 4 zu­ge­las­sen oder ist er im Rah­men­ meh­re­rer­ Ar­beits­ver­hält­nis­se als Syn­di­kus­rechts­an­wal­t tätig, hat eine ge­son­der­te Ein­tra­gung für jede der Tä­tig­kei­ten zu er­fol­gen.
(6) Der Syn­di­kus­rechts­an­wal­t hat einen Zu­stel­lungs­be­voll­mäch­tig­ten zu be­nen­nen, wenn er län­ger als eine Woche daran ge­hin­der­t ist, sei­nen Beruf aus­zu­üben. § 30 gilt ent­spre­chend.