Aus­la­gen be­frie­dig­t ist. Dies gilt nicht, so­weit das Vor­ent­hal­ten nach den Um­stän­den un­an­ge­mes­sen wäre.
(4) Die Ab­sät­ze 1 bis 3 gel­ten ent­spre­chend, so­fern sich der Rechts­an­wal­t zum Füh­ren von Hand­ak­ten oder zur Ver­wah­rung von Do­ku­men­ten der elek­tro­ni­schen Da­ten­ver­ar­bei­tung be­dien­t.
(5) In an­de­ren Vor­schrif­ten ge­trof­fe­ne Re­ge­lun­gen zu Aufbewahrungs-​ und Her­aus­ga­be­pflich­ten blei­ben un­be­rühr­t.
§ 51 Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung (1) Der Rechts­an­wal­t ist ver­pflich­tet, eine Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung zur De­ckung der sich aus sei­ner Be­rufs­tä­tig­keit er­ge­ben­den Haft­pflicht­ge­fah­ren für Ver­mö­gens­schä­den ab­zu­schlie­ßen und die Ver­si­che­rung wäh­ren­d der Dauer sei­ner Zu­las­sung auf­recht­zu­er­hal­ten. Die Ver­si­che­rung muß bei einem im In­lan­d zum Ge­schäfts­be­trie­b be­fug­ten Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men zu den nach Maß­ga­be des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes­ ein­ge­reich­ten All­ge­mei­nen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen ge­nom­men wer­den und sich auch auf sol­che Ver­mö­gens­schä­den er­stre­cken, für die der Rechts­an­wal­t nach § 278 oder § 831 des Bür­ger­li­chen Ge­setz­buchs ein­zu­ste­hen hat.
(2) Der Ver­si­che­rungs­ver­trag hat Ver­si­che­rungs­schutz für jede ein­zel­ne Pflicht­ver­let­zung zu ge­wäh­ren, die ge­setz­li­che Haft­pflicht­an­sprü­che pri­vat­recht­li­chen In­halts gegen den Rechts­an­wal­t zur Folge haben könn­te; dabei kann ver­ein­bar­t wer­den, daß sämt­li­che Pflicht­ver­let­zun­gen bei Er­le­di­gung eines ein­heit­li­chen Auf­trags­, mögen diese auf dem Ver­hal­ten des Rechts­an­walts oder einer von ihm her­an­ge­zo­ge­nen Hilfs­per­son be­ru­hen, als ein Ver­si­che­rungs­fall gel­ten.
(3) Von der Ver­si­che­rung kann die Haf­tung aus­ge­schlos­sen wer­den:
1.
für Er­satz­an­sprü­che wegen wis­sent­li­cher Pflicht­ver­let­zung,
2.
für Er­satz­an­sprü­che aus Tä­tig­kei­ten über in an­de­ren Staa­ten ein­ge­rich­te­te oder un­ter­hal­te­ne Kanz­lei­en oder Büros,
3.
für Er­satz­an­sprü­che aus Tä­tig­kei­ten im Zu­sam­men­hang mit der Be­ra­tung und Be­schäf­ti­gung mit au­ßer­eu­ro­päi­schem Recht,
4.
für Er­satz­an­sprü­che aus Tä­tig­kei­ten des Rechts­an­walts vor au­ßer­eu­ro­päi­schen Ge­rich­ten,
5.
für Er­satz­an­sprü­che wegen Ver­un­treu­ung durch Per­so­nal, An­ge­hö­ri­ge oder So­zi­en des Rechts­an­walts.

(4) Die Min­dest­ver­si­che­rungs­sum­me be­träg­t 250 000 Euro für jeden Ver­si­che­rungs­fall. Die Leis­tun­gen des Ver­si­che­rer­s für alle in­ner­hal­b eines Ver­si­che­rungs­jah­res­ ver­ur­sach­ten Schä­den kön­nen auf den vier­fa­chen Be­trag der Min­dest­ver­si­che­rungs­sum­me be­grenz­t wer­den.
(5) Die Ver­ein­ba­rung eines Selbst­be­halts­ bis zu einem Pro­zen­t der Min­dest­ver­si­che­rungs­sum­me ist zu­läs­sig.
(6) Im Ver­si­che­rungs­ver­trag ist der Ver­si­che­rer zu ver­pflich­ten, der zu­stän­di­gen Rechts­an­walts­kam­mer, bei Rechts­an­wäl­ten bei dem Bun­des­ge­richts­hof auch dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz und für Ver­brau­cher­schutz, den Be­ginn und die Be­en­di­gung oder Kün­di­gung des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ge­s sowie jede Än­de­rung des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ge­s, die den vor­ge­schrie­be­nen Ver­si­che­rungs­schutz be­ein­träch­tig­t, un­ver­züg­lich mit­zu­tei­len. Die Rechts­an­walts­kam­mer er­teil­t Drit­ten zur Gel­tend­ma­chung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen auf An­trag Aus­kunft über den Namen und die Adres­se der Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung des Rechts­an­walts sowie die Ver­si­che­rungs­num­mer, so­weit der Rechts­an­wal­t kein über­wie­gen­des schutz­wür­di­ges In­ter­es­se an der Nicht­er­tei­lung der Aus­kunft hat; dies gilt auch, wenn die Zu­las­sung zur Rechts­an­walt­schaft er­lo­schen ist.
(7) Zu­stän­di­ge Stel­le im Sinne des § 117 Abs. 2 des Ver­si­che­rungs­ver­trags­ge­set­zes­ ist die Rechts­an­walts­kam­mer.
(8) (weg­ge­fal­len)