§ 51a Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung einer Part­ner­schafts­ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Be­rufs­haf­tung (1) Die Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung einer Part­ner­schafts­ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Be­rufs­haf­tung (§ 8 Ab­satz 4 des Part­ner­schafts­ge­sell­schafts­ge­set­zes­) muss die Haft­pflicht­ge­fah­ren für Ver­mö­gens­schä­den de­cken, die sich aus der Be­ra­tung und Ver­tre­tung in Rechts­an­ge­le­gen­hei­ten er­ge­ben. § 51 Ab­satz 1 Satz 2, Ab­satz 2, 3 Num­mer 2 bis 5 und Ab­satz 5 bis 7 ist ent­spre­chend an­zu­wen­den. Zu­stän­dig ist die Rechts­an­walts­kam­mer am Sitz der Ge­sell­schaft.
(2) Die Min­dest­ver­si­che­rungs­sum­me be­träg­t 2 500 000 Euro für jeden Ver­si­che­rungs­fall. Die Leis­tun­gen des Ver­si­che­rer­s für alle in­ner­hal­b eines Ver­si­che­rungs­jah­res­ ver­ur­sach­ten Schä­den kön­nen auf den Be­trag der Min­dest­ver­si­che­rungs­sum­me, ver­viel­facht mit der Zahl der Part­ner, be­grenz­t wer­den. Die Jah­res­höchst­leis­tung für alle in einem Ver­si­che­rungs­jahr ver­ur­sach­ten Schä­den muss sich je­doch min­des­ten­s auf den vier­fa­chen Be­trag der Min­dest­ver­si­che­rungs­sum­me be­lau­fen.
(3) (weg­ge­fal­len)
§ 52 Ver­trag­li­che Be­gren­zung von Er­satz­an­sprü­chen (1) Der An­spruch des Auf­trag­ge­ber­s aus dem zwi­schen ihm und dem Rechts­an­wal­t be­stehen­den Ver­trags­ver­hält­nis auf Er­satz eines fahr­läs­sig ver­ur­sach­ten Scha­dens kann be­schränk­t wer­den:
1.
durch schrift­li­che Ver­ein­ba­rung im Ein­zel­fall bis zur Höhe der Min­dest­ver­si­che­rungs­sum­me;
2.
durch vor­for­mu­lier­te Ver­trags­be­din­gun­gen für Fälle ein­fa­cher Fahr­läs­sig­keit auf den vier­fa­chen Be­trag der Min­dest­ver­si­che­rungs­sum­me, wenn in­so­weit Ver­si­che­rungs­schutz be­steht.
Für Be­rufs­aus­übungs­ge­mein­schaf­ten gilt Satz 1 ent­spre­chend.
(2) Die Mit­glie­der einer So­zie­tät haf­ten aus dem zwi­schen ihr und dem Auf­trag­ge­ber be­stehen­den Ver­trags­ver­hält­nis als Ge­samt­schuld­ner. Die per­sön­li­che Haf­tung auf Scha­dens­er­satz kann auch durch vor­for­mu­lier­te Ver­trags­be­din­gun­gen be­schränk­t wer­den auf ein­zel­ne Mit­glie­der einer So­zie­tät, die das Man­dat im Rah­men­ ihrer ei­ge­nen be­ruf­li­chen Be­fug­nis­se be­ar­bei­ten und na­ment­lich be­zeich­net sind. Die Zu­stim­mungs­er­klä­rung zu einer sol­chen Be­schrän­kung darf keine an­de­ren Er­klä­run­gen ent­hal­ten und muß vom Auf­trag­ge­ber un­ter­schrie­ben sein.
§ 53 Be­stel­lung einer Ver­tre­tung (1) Der Rechts­an­wal­t muss für seine Ver­tre­tung sor­gen, wenn er
1.
län­ger als eine Woche daran ge­hin­der­t ist, sei­nen Beruf aus­zu­üben, oder
2.
sich län­ger als zwei Wo­chen von sei­ner Kanz­lei ent­fer­nen will.

(2) Die Ver­tre­tung soll einem an­de­ren Rechts­an­wal­t über­tra­gen wer­den. Sie kann auch durch Per­so­nen er­fol­gen, die die Be­fä­hi­gung zum Rich­ter­amt er­wor­ben oder min­des­ten­s zwölf Mo­na­te des Vor­be­rei­tungs­diens­tes nach § 5b des Deut­schen Rich­ter­ge­set­zes­ ab­sol­vier­t haben. In den Fäl­len des Sat­zes 2 gilt § 7 ent­spre­chend.
(3) Soll die Ver­tre­tung einem an­de­ren Rechts­an­wal­t über­tra­gen wer­den, so soll der Rechts­an­wal­t die­sen selbst be­stel­len. Soll die Ver­tre­tung durch eine an­de­re Per­son er­fol­gen oder fin­det der Rechts­an­wal­t keine Ver­tre­tung, so ist die Ver­tre­tung auf An­trag des Rechts­an­walts von der Rechts­an­walts­kam­mer zu be­stel­len.
(4) Hat es ein Rechts­an­wal­t in den Fäl­len des Ab­sat­zes 1 un­ter­las­sen, eine Ver­tre­tung zu be­stel­len oder deren Be­stel­lung zu be­an­tra­gen, so soll die Rechts­an­walts­kam­mer eine Ver­tre­tung von Amts wegen be­stel­len. Zuvor soll sie den Rechts­an­wal­t auf­for­dern, die Ver­tre­tung selbst zu be­stel­len oder deren Be­stel­lung zu