ge­ber sei­nen Sitz im In­land hat. Ge­hört der Si­che­rungs­ge­ber zu den in Ar­ti­kel 1 Abs. 2 Buch­sta­be e der Richt­li­nie 2002/47/EG ge­nann­ten Per­so­nen oder Ge­sell­schaf­ten, so liegt eine Fi­nanz­si­cher­heit nur vor, wenn die Si­cher­heit der Be­si­che­rung von Ver­bind­lich­kei­ten aus Ver­trä­gen oder aus der Ver­mitt­lung von Ver­trä­gen über
a)
die An­schaf­fung und die Ver­äu­ße­rung von Fi­nanz­in­stru­men­ten,
b)
Pensions-​, Darlehens-​ sowie ver­gleich­ba­re Ge­schäf­te auf Fi­nanz­in­stru­men­te oder
c)
Dar­le­hen zur Fi­nan­zie­rung des Er­werbs von Fi­nanz­in­stru­men­ten
dient. Ge­hört der Si­che­rungs­ge­ber zu den in Ar­ti­kel 1 Abs. 2 Buch­sta­be e der Richt­li­nie 2002/47/EG ge­nann­ten Per­so­nen oder Ge­sell­schaf­ten, so sind ei­ge­ne An­tei­le des Si­che­rungs­ge­bers oder An­tei­le an ver­bun­de­nen Un­ter­neh­men im Sinne von § 290 Abs. 2 des Han­dels­ge­setz­bu­ches keine Fi­nanz­si­cher­hei­ten; maß­ge­bend ist der Zeit­punkt der Be­stel­lung der Si­cher­heit. Si­che­rungs­ge­ber aus Dritt­staa­ten ste­hen den in Satz 1 ge­nann­ten Si­che­rungs­ge­bern gleich, so­fern sie im We­sent­li­chen den in Ar­ti­kel 1 Abs. 2 Buch­sta­be a bis e auf­ge­führ­ten Kör­per­schaf­ten, Fi­nanz­in­sti­tu­ten und Ein­rich­tun­gen ent­spre­chen.
(18) Bran­chen­vor­schrif­ten im Sinne die­ses Ge­set­zes sind die Rechts­vor­schrif­ten der Eu­ro­päi­schen Union im Be­reich der Fi­nanz­auf­sicht, ins­be­son­de­re die Richt­li­ni­en 73/239/EWG, 98/78/EG, 2004/39/EG, 2006/48/EG, 2006/49/EG und 2009/65/EG sowie An­hang V Teil A der Richt­li­nie 2002/83/EG, die dar­auf be­ru­hen­den in­län­di­schen Ge­set­ze, ins­be­son­de­re die­ses Ge­setz, das Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­setz, das Wert­pa­pier­han­dels­ge­setz, das Ka­pi­tal­an­la­ge­ge­setz­buch, das Pfand­brief­ge­setz, das Ge­setz über Bau­spar­kas­sen, das Geld­wä­sche­ge­setz ein­schließ­lich der dazu er­gan­ge­nen Rechts­ver­ord­nun­gen sowie der
sons­ti­gen im Be­reich der Fi­nanz­auf­sicht er­las­se­nen Rechts-​ und Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten.
(19) Fi­nanz­bran­che im Sinne die­ses Ge­set­zes sind fol­gen­de Bran­chen:
1.
die Banken-​ und Wert­pa­pier­dienst­leis­tungs­bran­che; die­ser ge­hö­ren Kre­dit­in­sti­tu­te im Sinne des Ab­sat­zes 1, Fi­nanz­dienst­leis­tungs­in­sti­tu­te im Sinne des Ab­sat­zes 1a, Wert­pa­pier­in­sti­tu­te im Sinne des Ab­sat­zes 3d Satz 2, Ka­pi­tal­ver­wal­tungs­ge­sell­schaf­ten im Sinne des § 17 des Ka­pi­tal­an­la­ge­ge­setz­buchs, ex­tern ver­wal­te­te In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten im Sinne des § 1 Ab­satz 13 des Ka­pi­tal­an­la­ge­ge­setz­buchs, Fi­nanz­un­ter­neh­men im Sinne des Ab­sat­zes 3, An­bie­ter von Ne­ben­dienst­leis­tun­gen oder ent­spre­chen­de Un­ter­neh­men mit Sitz im Aus­land sowie E-​Geld-Institute im Sinne des § 1 Ab­satz 2 Satz 1 Num­mer 1 des Zah­lungs­diens­te­auf­sichts­ge­set­zes sowie Zah­lungs­in­sti­tu­te im Sinne des § 1 Ab­satz 1 Satz 1 Num­mer 1 des Zah­lungs­diens­te­auf­sichts­ge­set­zes an;
2.
die Ver­si­che­rungs­bran­che; die­ser ge­hö­ren Erst- und Rück­ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men im Sinne des § 7 Num­mer 33 des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes, Versicherungs-​Holdinggesellschaften im Sinne des § 7 Num­mer 31 des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes oder ent­spre­chen­de Un­ter­neh­men mit Sitz im Aus­land an; zu den Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men im Sinne des ers­ten Halb­sat­zes ge­hö­ren weder die Ster­be­kas­sen noch die in § 1 Ab­satz 4 und § 3 des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes ge­nann­ten Un­ter­neh­men und Ein­rich­tun­gen.

(20) Fi­nanz­kon­glo­me­rat ist eine Grup­pe oder Un­ter­grup­pe von Un­ter­neh­men im Sinne des § 1 Ab­satz 2 des Finanzkonglomerate-​Aufsichtsgesetzes.
(21) Ri­si­ko­trä­ger sind Mit­ar­bei­ter, deren be­ruf­li­che Tä­tig­keit sich we­sent­lich auf das Ri­si­ko­pro­fil eines In­sti­tuts aus­wirkt. Als