§ 34a Mitteilungs-​ und Ab­lie­fe­rungs­pflich­ten (1) Der Notar über­mit­telt nach Er­rich­tung einer erb­fol­ge­re­le­van­ten Ur­kun­de im Sinne von § 78d Ab­satz 2 Satz 1 der Bun­des­no­ta­r­ord­nung die Ver­wahr­an­ga­ben im Sinne von § 78d Ab­satz 2 Satz 2 der Bun­des­no­ta­r­ord­nung un­ver­züg­lich elek­tro­nisch an die das Zen­tra­le Tes­ta­ments­re­gis­ter füh­ren­de Re­gis­ter­be­hör­de. Die Mit­tei­lungs­pflicht nach Satz 1 be­steht auch bei jeder Be­ur­kun­dung von Än­de­run­gen erb­fol­ge­re­le­van­ter Ur­kun­den.
(2) Wird ein in die no­ta­ri­el­le Ver­wah­rung ge­nom­me­ner Erb­ver­trag gemäß § 2300 Ab­satz 2, § 2256 Ab­satz 1 des Bür­ger­li­chen Ge­setz­buchs zu­rück­ge­ge­ben, teilt der Notar dies der Re­gis­ter­be­hör­de mit.
(3) Be­fin­det sich ein Erb­ver­trag in der Ver­wah­rung des No­tar­s, lie­fer­t der Notar ihn nach Ein­trit­t des Erb­falls an das Nach­lass­ge­richt ab, in des­sen Ver­wah­rung er da­nach ver­bleib­t. Ent­häl­t eine sons­ti­ge Ur­kun­de Er­klä­run­gen, nach deren In­halt die Erb­fol­ge ge­än­dert wer­den kann, so teilt der Notar diese Er­klä­run­gen dem Nach­lass­ge­richt nach dem Ein­trit­t des Erb­falls in be­glau­big­ter Ab­schrift mit.
§ 35 Nie­der­schrift ohne Un­ter­schrift des No­tar­s Hat der Notar die Nie­der­schrift über die Er­rich­tung einer Ver­fü­gung von Todes wegen nicht un­ter­schrie­ben, so ist die Be­ur­kun­dung aus die­sem Grun­d­e nicht un­wirk­sam, wenn er die Auf­schrift auf dem ver­schlos­se­nen Um­schlag un­ter­schrie­ben hat.

Drit­ter Ab­schnitt. Sons­ti­ge Be­ur­kun­dun­gen

1. Nie­der­schrif­ten

§ 36 Grund­satz Bei der Be­ur­kun­dung an­de­rer Er­klä­run­gen als Wil­lens­er­klä­run­gen sowie sons­ti­ger Tat­sa­chen oder Vor­gän­ge muß eine Nie­der­schrift auf­ge­nom­men wer­den, so­weit in § 39 nichts an­de­res be­stimmt ist.
§ 37 In­halt der Nie­der­schrift (1) Die Nie­der­schrift muß ent­hal­ten
1. die Be­zeich­nung des No­tar­s sowie
2. den Be­richt über seine Wahr­neh­mun­gen.
Der Be­richt des No­tar­s in einem Schrift­stück, auf das in der Nie­der­schrift ver­wie­sen und das die­ser bei­gefüg­t wird, gilt als in der Nie­der­schrift selbst ent­hal­ten. Satz 2 gilt ent­spre­chend, wenn der Notar unter Ver­wen­dung von Kar­ten, Zeich­nun­gen oder Ab­bil­dun­gen sei­nen Be­richt er­stellt.
(2) In der Nie­der­schrift sol­len Ort und Tag der Wahr­neh­mun­gen des No­tar­s sowie Ort und Tag der Er­rich­tung der Ur­kun­de an­ge­ge­ben wer­den.
(3) § 13 Abs. 3 gilt ent­spre­chend.
§ 38 Eide, ei­des­statt­li­che Ver­si­che­run­gen (1) Bei der Ab­nah­me von Eiden und bei der Auf­nah­me ei­des­statt­li­cher Ver­si­che­run­gen gel­ten die Vor­schrif­ten über die Be­ur­kun­dung von Wil­lens­er­klä­run­gen ent­spre­chend.
(2) Der Notar soll über die Be­deu­tung des Eides oder der ei­des­statt­li­chen Ver­si­che­rung be­leh­ren und dies in der Nie­der­schrift ver­mer­ken.