5. Be­son­der­hei­ten für Ver­fü­gun­gen von Todes wegen

§ 27 Be­güns­tig­te Per­so­nen­ Die §§ 7, 16 Abs. 3 Satz 2, § 24 Abs. 2, § 26 Abs. 1 Nr. 2 gel­ten ent­spre­chend für Per­so­nen­, die in einer Ver­fü­gung von Todes wegen be­dacht oder zum Tes­ta­ments­voll­stre­cker er­nann­t wer­den.
§ 28 Fest­stel­lun­gen über die Ge­schäfts­fä­hig­keit Der Notar soll seine Wahr­neh­mun­gen über die er­for­der­li­che Ge­schäfts­fä­hig­keit des Erb­las­ser­s in der Nie­der­schrift ver­mer­ken.
§ 29 Zeu­gen, zwei­ter Notar Auf Ver­lan­gen der Be­tei­lig­ten soll der Notar bei der Be­ur­kun­dung bis zu zwei Zeu­gen oder einen zwei­ten Notar zu­zie­hen und dies in der Nie­der­schrift ver­mer­ken. Die Nie­der­schrift soll auch von die­sen Per­so­nen­ un­ter­schrie­ben wer­den.
§ 30 Über­ga­be einer Schrift Wird eine Ver­fü­gung von Todes wegen durch Über­ga­be einer Schrift er­rich­tet, so muß die Nie­der­schrift auch die Fest­stel­lung ent­hal­ten, daß die Schrift über­ge­ben wor­den ist. Die Schrift soll der­ar­t ge­kenn­zeich­net wer­den, daß eine Ver­wechs­lung aus­ge­schlos­sen ist. In der Nie­der­schrift soll ver­merk­t wer­den, ob die Schrift offen oder ver­schlos­sen über­ge­ben wor­den ist. Von dem In­halt einer offen über­ge­be­nen Schrift soll der Notar Kennt­nis neh­men, so­fern er der Spra­che, in der die Schrift ver­faß­t ist, hin­rei­chen­d kun­dig ist; § 17 ist an­zu­wen­den. Die Schrift soll der Nie­der­schrift bei­gefüg­t wer­den; einer Ver­le­sung der Schrift be­dar­f es nicht.
§ 31 (weg­ge­fal­len)
§ 32 Sprach­un­kun­di­ge Ist ein Erb­las­ser, der dem Notar sei­nen letz­ten Wil­len münd­lich er­klär­t, der Spra­che, in der die Nie­der­schrift auf­ge­nom­men wird, nicht hin­rei­chen­d kun­dig und ist dies in der Nie­der­schrift fest­ge­stell­t, so muß eine schrift­li­che Über­set­zung an­ge­fer­tig­t wer­den, die der Nie­der­schrift bei­gefüg­t wer­den soll. Der Erb­las­ser kann hier­auf ver­zich­ten; der Ver­zicht muß in der Nie­der­schrift fest­ge­stell­t wer­den.
§ 33 Be­son­der­hei­ten beim Erb­ver­trag Bei einem Erb­ver­trag gel­ten die §§ 30 und 32 ent­spre­chend auch für die Er­klä­rung des an­de­ren Ver­trag­schlie­ßen­den.
§ 34 Ver­schlie­ßung, Ver­wah­rung (1) Die Nie­der­schrift über die Er­rich­tung eines Tes­ta­ment­s soll der Notar in einen Um­schlag neh­men und die­sen mit dem Prä­ge­sie­gel ver­schlie­ßen. In den Um­schlag sol­len auch die nach den §§ 30 und 32 bei­gefüg­ten Schrif­ten ge­nom­men wer­den. Auf dem Um­schlag soll der Notar den Erb­las­ser sei­ner Per­son nach näher be­zeich­nen und an­ge­ben, wann das Tes­ta­men­t er­rich­tet wor­den ist; diese Auf­schrift soll der Notar un­ter­schrei­ben. Der Notar soll ver­an­las­sen, daß das Tes­ta­men­t un­ver­züg­lich in be­son­de­re amt­li­che Ver­wah­rung ge­bracht wird.
(2) Beim Ab­schluß eines Erb­ver­tra­ge­s gilt Ab­satz 1 ent­spre­chend, so­fern nicht die Ver­trag­schlie­ßen­den die be­son­de­re amt­li­che Ver­wah­rung aus­schlie­ßen; dies ist im Zwei­fel an­zu­neh­men, wenn der Erb­ver­trag mit einem an­de­ren Ver­trag in der­sel­ben Ur­kun­de ver­bun­den wird.
(3) Haben die Be­tei­lig­ten bei einem Erb­ver­trag die be­son­de­re amt­li­che Ver­wah­rung aus­ge­schlos­sen, so bleib­t die Ur­kun­de in der Ver­wah­rung des No­tar­s.