§ 24 Be­son­der­hei­ten für hör- und sprach­be­hin­der­te Be­tei­lig­te, mit denen eine schrift­li­che Ver­stän­di­gung nicht mög­lich ist (1) Ver­mag ein Be­tei­lig­ter nach sei­nen An­ga­ben oder nach der Über­zeu­gung des No­tar­s nicht hin­rei­chen­d zu hören oder zu spre­chen und sich auch nicht schrift­lich zu ver­stän­di­gen, so soll der Notar dies in der Nie­der­schrift fest­stel­len. Wird in der Nie­der­schrift eine sol­che Fest­stel­lung ge­trof­fen, so muss zu der Be­ur­kun­dung eine Per­son zu­ge­zo­gen wer­den, die sich mit dem be­hin­der­ten Be­tei­lig­ten zu ver­stän­di­gen ver­mag und mit deren Zu­zie­hung er nach der Über­zeu­gung des No­tar­s ein­ver­stan­den ist; in der Nie­der­schrift soll fest­ge­stell­t wer­den, dass dies ge­sche­hen ist. Zwei­fel­t der Notar an der Mög­lich­keit der Ver­stän­di­gung zwi­schen der zu­ge­zo­ge­nen Per­son und dem Be­tei­lig­ten, so soll er dies in der Nie­der­schrift fest­stel­len. Die Nie­der­schrift soll auch von der zu­ge­zo­ge­nen Per­son un­ter­schrie­ben wer­den.
(2) Die Be­ur­kun­dung von Wil­lens­er­klä­run­gen ist in­so­weit un­wirk­sam, als diese dar­auf ge­rich­tet sind, der nach Ab­satz 1 zu­ge­zo­ge­nen Per­son einen recht­li­chen Vor­teil zu ver­schaf­fen.
(3) Das Er­for­der­nis, nach § 22 einen Zeu­gen oder zwei­ten Notar zu­zu­zie­hen, bleib­t un­be­rühr­t.
§ 25 Schreib­un­fä­hi­ge Ver­mag ein Be­tei­lig­ter nach sei­nen An­ga­ben oder nach der Über­zeu­gung des No­tar­s sei­nen Namen nicht zu schrei­ben, so muß bei dem Vor­le­sen und der Ge­neh­mi­gung ein Zeuge oder ein zwei­ter Notar zu­ge­zo­gen wer­den, wenn nicht be­reits nach § 22 ein Zeuge oder ein zwei­ter Notar zu­ge­zo­gen wor­den ist. Diese Tat­sa­chen sol­len in der Nie­der­schrift fest­ge­stell­t wer­den. Die Nie­der­schrift muß von dem Zeu­gen oder dem zwei­ten Notar un­ter­schrie­ben wer­den.
§ 26 Ver­bot der Mit­wir­kung als Zeuge oder zwei­ter Notar (1) Als Zeuge oder zwei­ter Notar soll bei der Be­ur­kun­dung
nicht zu­ge­zo­gen wer­den, wer
1.
selbst be­tei­lig­t ist oder durch einen Be­tei­lig­ten ver­tre­ten wird,
2.
aus einer zu be­ur­kun­den­den Wil­lens­er­klä­rung einen recht­li­chen Vor­teil er­lang­t,
3.
mit dem Notar ver­hei­ra­tet ist,
3a.
mit ihm eine Le­bens­part­ner­schaft führt oder
4.
mit ihm in ge­ra­der Linie ver­wandt ist oder war.

(2) Als Zeuge soll bei der Be­ur­kun­dung fer­ner nicht zu­ge­zo­gen wer­den, wer
1.
zu dem Notar in einem stän­di­gen Dienst­ver­hält­nis steht,
2.
min­der­jäh­rig ist,
3.
geis­tes­krank oder geis­tes­schwach ist,
4.
nicht hin­rei­chen­d zu hören, zu spre­chen oder zu sehen ver­mag,
5.
nicht schrei­ben kann oder
6.
der deut­schen Spra­che nicht hin­rei­chen­d kun­dig ist; dies gilt nicht im Falle des § 5 Abs. 2, wenn der Zeuge der Spra­che der Nie­der­schrift hin­rei­chen­d kun­dig ist.