zei­chen, ins­be­son­de­re Ra­die­run­gen, ist der Zu­sam­men­hang einer aus meh­re­ren Blät­tern be­stehen­den Ur­kun­de auf­ge­ho­ben oder spre­chen an­de­re Um­stän­de dafür, daß der ur­sprüng­li­che In­halt der Ur­kun­de ge­än­dert wor­den ist, so soll dies in dem Be­glau­bi­gungs­ver­mer­k fest­ge­stell­t wer­den, so­fern es sich nicht schon aus der Ab­schrift er­gib­t.
(3) Ent­häl­t die Ab­schrift nur den Aus­zu­g aus einer Ur­kun­de, so soll in dem Be­glau­bi­gungs­ver­mer­k der Ge­gen­stan­d des Aus­zugs­ an­ge­ge­ben und be­zeug­t wer­den, daß die Ur­kun­de über die­sen Ge­gen­stan­d keine wei­te­ren Be­stim­mun­gen ent­hält.
(4) Bei der Be­glau­bi­gung eines Aus­drucks oder einer Ab­schrift eines elek­tro­ni­schen Do­ku­ment­s, das mit einer qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Si­gna­tur ver­se­hen ist, soll das Er­geb­nis der Si­gna­tur­prü­fung do­ku­men­tier­t wer­den.
§ 43 Fest­stel­lung des Zeit­punk­tes der Vor­le­gung einer pri­va­ten Ur­kun­de Bei der Fest­stel­lung des Zeit­punk­tes, zu dem eine pri­va­te Ur­kun­de vor­ge­leg­t wor­den ist, gilt § 42 Abs. 2 ent­spre­chend.

Vier­ter Ab­schnitt. Be­hand­lung der Ur­kun­den

§ 44 Ver­bin­dung mit Schnur und Prä­ge­sie­gel Be­steht eine Ur­kun­de aus meh­re­ren Blät­tern, so sol­len diese mit Schnur und Prä­ge­sie­gel ver­bun­den wer­den. Das glei­che gilt für Schrift­stü­cke sowie für Kar­ten, Zeich­nun­gen oder Ab­bil­dun­gen, die nach § 9 Abs. 1 Satz 2, 3, §§ 14, 37 Abs. 1 Satz 2, 3 der Nie­der­schrift bei­gefüg­t wor­den sind.
§ 44a Än­de­run­gen in den Ur­kun­den (1) Zu­sät­ze und sons­ti­ge, nicht nur ge­ring­fü­gi­ge Än­de­run­gen sol­len am Schluß vor den Un­ter­schrif­ten oder am Rande ver­merk­t und im letz­te­ren
Falle von dem Notar be­son­der­s un­ter­zeich­net wer­den. Ist der Nie­der­schrift ein Schrift­stück nach § 9 Abs. 1 Satz 2, den §§ 14, 37 Abs. 1 Satz 2 bei­gefüg­t, so brau­chen Än­de­run­gen in dem bei­gefüg­ten Schrift­stück nicht un­ter­zeich­net zu wer­den, wenn aus der Nie­der­schrift her­vor­geht, daß sie ge­neh­mig­t wor­den sind.
(2) Of­fen­sicht­li­che Un­rich­tig­kei­ten kann der Notar auch nach Ab­schluß der Nie­der­schrift durch einen von ihm zu un­ter­schrei­ben­den Nach­trags­ver­mer­k rich­tig­stel­len. Der Nach­trags­ver­mer­k ist am Schluß nach den Un­ter­schrif­ten oder auf einem be­son­de­ren, mit der Ur­kun­de zu ver­bin­den­den Blatt nie­der­zu­le­gen und mit dem Datum der Rich­tig­stel­lung zu ver­se­hen. Er­gib­t sich im üb­ri­gen nach Ab­schluß der Nie­der­schrift die Not­wen­dig­keit einer Än­de­rung oder Be­rich­ti­gung, so hat der Notar hier­über­ eine be­son­de­re Nie­der­schrift auf­zu­neh­men.
§ 45 Aus­hän­di­gung der Ur­schrift (1) Die Ur­schrift der no­ta­ri­el­len Ur­kun­de bleib­t, wenn sie nicht aus­zu­hän­di­gen ist, in der Ver­wah­rung des No­tar­s.
(2) Die Ur­schrift einer Nie­der­schrift soll nur aus­ge­hän­dig­t wer­den, wenn dar­ge­leg­t wird, daß sie im Aus­land ver­wen­det wer­den soll, und sämt­li­che Per­so­nen­ zu­stim­men, die eine Aus­fer­ti­gung ver­lan­gen kön­nen. In die­sem Fall soll die Ur­schrift mit dem Sie­gel ver­se­hen wer­den; fer­ner soll eine Aus­fer­ti­gung zu­rück­be­hal­ten und auf ihr ver­merk­t wer­den, an wen und wes­hal­b die Ur­schrift aus­ge­hän­dig­t wor­den ist. Die Aus­fer­ti­gung tritt an die Stel­le der Ur­schrift.
(3) Die Ur­schrift einer Ur­kun­de, die in der Form eines Ver­merks ver­faß­t ist, ist aus­zu­hän­di­gen, wenn nicht die Ver­wah­rung ver­lang­t wird.
§ 46 Er­set­zung der Ur­schrift (1) Ist die Ur­schrift einer Nie­der­schrift ganz oder teil­wei­se zer­stör­t wor­den oder ab­han­den ge­kom­men und be­steht Anlaß, sie zu er­set­zen, so kann auf einer