B). Lan­des­recht

§ 66 Un­be­rühr­t blei­ben­des Lan­des­recht (1) Un­be­scha­det der Zu­stän­dig­keit des No­tar­s blei­ben fol­gen­de lan­des­recht­li­che Vor­schrif­ten un­be­rühr­t:
1.
Vor­schrif­ten über die Be­ur­kun­dung von frei­wil­li­gen Ver­stei­ge­run­gen; dies gilt nicht für die frei­wil­li­ge Ver­stei­ge­rung von Grund­stü­cken und grund­stücks­glei­chen Rech­ten;
2.
Vor­schrif­ten über die Zu­stän­dig­keit zur Auf­nah­me von In­ven­ta­ren, Be­stands­ver­zeich­nis­sen, Nach­laß­ver­zeich­nis­sen und an­de­ren Ver­mö­gens­ver­zeich­nis­sen sowie zur Mit­wir­kung bei der Auf­nah­me sol­cher Ver­mö­gens­ver­zeich­nis­se;
3.
Vor­schrif­ten, nach denen die Ge­richts­voll­zie­her zu­stän­dig sind, Wechsel-​ und Scheck­pro­tes­te auf­zu­neh­men sowie das tat­säch­li­che An­ge­bot einer Leis­tung zu be­ur­kun­den;
4.
Vor­schrif­ten, nach denen die Amts­ge­rich­te zu­stän­dig sind, au­ßer­halb eines an­hän­gi­gen Ver­fah­rens die Aus­sa­gen von Zeu­gen und die Gut­ach­ten von Sach­ver­stän­di­gen, die Ver­ei­di­gung sowie ei­des­statt­li­che Ver­si­che­run­gen die­ser Per­so­nen­ zu be­ur­kun­den;
5.
Vor­schrif­ten, nach denen Be­ur­kun­dun­gen in Fi­dei­kom­miß­sa­chen, für die ein Kol­le­gi­al­ge­richt zu­stän­dig ist, durch einen be­auf­trag­ten oder er­such­ten Rich­ter er­fol­gen kön­nen;
6.
Vor­schrif­ten, nach denen die Vor­stän­de der Ver­mes­sungs­be­hör­den, die das amt­li­che Ver­zeich­nis im Sinne des § 2 Abs. 2 der Grund­buch­ord­nung füh­ren, und die von den Vor­stän­den be­auf­trag­ten Be­am­ten die­ser Be­hör­den zu­stän­dig sind, An­trä­ge der Ei­gen­tü­mer auf Ver­ei­ni­gung oder Tei­lung von Grund­stü­cken zu be­ur­kun­den oder zu be­glau­bi­gen;
7.
Vor­schrif­ten über die Be­ur­kun­dung der Er­rich­tung fes­ter Grenz­zei­chen (Ab­mar­kung);
8.
Vor­schrif­ten über die Be­ur­kun­dung von Tat­be­stän­den, die am Grund und Boden durch ver­mes­sungs­tech­ni­sche Er­mitt­lun­gen fest­ge­stell­t wer­den, durch Be­hör­den, öf­fent­lich be­stell­te Ver­mes­sungs­in­ge­nieu­re oder Mark­schei­der;
9.
Vor­schrif­ten über Be­ur­kun­dun­gen in Gemeinheitsteilungs-​ und agrar­recht­li­chen Ab­lö­sungs­ver­fah­ren ein­schließ­lich der Rentenübernahme-​ und Ren­ten­guts­ver­fah­ren;
10.
Vor­schrif­ten über Be­ur­kun­dun­gen im Rück­erstat­tungs­ver­fah­ren;
11.
Vor­schrif­ten über die Be­glau­bi­gung amt­li­cher Un­ter­schrif­ten zum Zwe­cke der Le­ga­li­sa­ti­on;
12.
Vor­schrif­ten über Be­ur­kun­dun­gen in Kir­chen­aus­tritts­sa­chen.

(2) Auf Grund die­ser Vor­be­hal­te kön­nen den Ge­rich­ten Be­ur­kun­dungs­zu­stän­dig­kei­ten nicht neu über­tra­gen wer­den.
(3) Auf Grund an­de­rer bun­des­recht­li­cher Vor­be­hal­te kann
1.
die Zu­stän­dig­keit der No­ta­re für öf­fent­li­che Be­ur­kun­dun­gen (§ 20 der Bun­des­no­ta­r­ord­nung) nicht ein­ge­schränk­t wer­den,
2.
nicht be­stimmt wer­den, daß für öf­fent­li­che Be­ur­kun­dun­gen neben dem Notar an­de­re Ur­kund­s­per­so­nen­ oder sons­ti­ge Stel­len zu­stän­dig sind, und
3.
keine Re­ge­lung ge­trof­fen wer­den, die den Vor­schrif­ten des Ers­ten bis Vier­ten Ab­schnitts die­ses Ge­set­zes­ ent­ge­gen­steht.

(4) (weg­ge­fal­len)
§ 67 Zu­stän­dig­keit der Amts­ge­rich­te, Zu­stel­lung (1) Un­be­scha­det der Zu­stän­dig­keit sons­ti­ger Stel­len sind die Amts­ge­rich­te zu­stän­dig für die Be­ur­kun­dung von
1.
Er­klä­run­gen über die An­er­ken­nung der Va­ter­schaft,