schrift muß fest­ge­stell­t wer­den, daß sich der Bie­ter vor dem Schluß der Ver­hand­lung ent­fern­t hat.
§ 16 Über­set­zung der Nie­der­schrift (1) Ist ein Be­tei­lig­ter nach sei­nen An­ga­ben oder nach der Über­zeu­gung des No­tar­s der deut­schen Spra­che oder, wenn die Nie­der­schrift in einer an­de­ren als der deut­schen Spra­che auf­ge­nom­men wird, die­ser Spra­che nicht hin­rei­chen­d kun­dig, so soll dies in der Nie­der­schrift fest­ge­stell­t wer­den.
(2) Eine Nie­der­schrift, die eine der­ar­ti­ge Fest­stel­lung ent­hält, muß dem Be­tei­lig­ten an­stel­le des Vor­le­sens über­setz­t wer­den. Wenn der Be­tei­lig­te es ver­lang­t, soll die Über­set­zung au­ßer­dem schrift­lich an­ge­fer­tig­t und ihm zur Durch­sicht vor­ge­leg­t wer­den; die Über­set­zung soll der Nie­der­schrift bei­gefüg­t wer­den. Der Notar soll den Be­tei­lig­ten dar­auf hin­wei­sen, daß die­ser eine schrift­li­che Über­set­zung ver­lan­gen kann. Diese Tat­sa­chen sol­len in der Nie­der­schrift fest­ge­stell­t wer­den.
(3) Für die Über­set­zung muß, falls der Notar nicht selbst über­setz­t, ein Dol­met­scher zu­ge­zo­gen wer­den. Für den Dol­met­scher gel­ten die §§ 6, 7 ent­spre­chend. Ist der Dol­met­scher nicht all­ge­mein ver­ei­dig­t, so soll ihn der Notar ver­ei­di­gen, es sei denn, daß alle Be­tei­lig­ten dar­auf ver­zich­ten. Diese Tat­sa­chen sol­len in der Nie­der­schrift fest­ge­stell­t wer­den. Die Nie­der­schrift soll auch von dem Dol­met­scher un­ter­schrie­ben wer­den.

3. Prüfungs-​ und Be­leh­rungs­pflich­ten

§ 17 Grund­satz (1) Der Notar soll den Wil­len der Be­tei­lig­ten er­for­schen, den Sach­ver­hal­t klä­ren, die Be­tei­lig­ten über die recht­li­che Trag­wei­te des Ge­schäfts­ be­leh­ren und ihre Er­klä­run­gen klar und un­zwei­deu­tig in der Nie­der­schrift wie­der­ge­ben. Dabei soll er dar­auf ach­ten, daß Irr­tü­mer und Zwei­fel ver­mie­den sowie u­n­er­fah­re­ne und un­ge­wand­te Be­tei­lig­te nicht be­nach­tei­lig­t wer­den.
(2) Be­stehen Zwei­fel, ob das Ge­schäft dem Ge­setz oder dem wah­ren Wil­len der Be­tei­lig­ten ent­spricht, so sol­len die Be­den­ken mit den Be­tei­lig­ten er­ör­ter­t wer­den. Zwei­fel­t der Notar an der Wirk­sam­keit des Ge­schäfts­ und be­stehen die Be­tei­lig­ten auf der Be­ur­kun­dung, so soll er die Be­leh­rung und die dazu ab­ge­ge­be­nen Er­klä­run­gen der Be­tei­lig­ten in der Nie­der­schrift ver­mer­ken.
(2a) Der Notar soll das Be­ur­kun­dungs­ver­fah­ren so ge­stal­ten, daß die Ein­hal­tung der Amts­pflich­ten nach den Ab­sät­zen 1 und 2 ge­währ­leis­tet ist. Bei Ver­brau­cher­ver­trä­gen soll der Notar dar­auf hin­wir­ken, dass
1.
die rechts­ge­schäft­li­chen Er­klä­run­gen des Ver­brau­cher­s von die­sem per­sön­lich oder durch eine Ver­trau­ens­per­son vor dem Notar ab­ge­ge­ben wer­den und
2.
der Ver­brau­cher aus­rei­chen­d Ge­le­gen­heit er­hält, sich vorab mit dem Ge­gen­stan­d der Be­ur­kun­dung aus­ein­an­der­zu­set­zen; bei Ver­brau­cher­ver­trä­gen, die der Be­ur­kun­dungs­pflicht nach § 311b Ab­satz 1 Satz 1 und Ab­satz 3 des Bür­ger­li­chen Ge­setz­buchs un­ter­lie­gen, soll dem Ver­brau­cher der be­ab­sich­tig­te Text des Rechts­ge­schäfts­ vom be­ur­kun­den­den Notar oder einem Notar, mit dem sich der be­ur­kun­den­de Notar zur ge­mein­sa­men Be­rufs­aus­übung ver­bun­den hat, zur Ver­fü­gung ge­stell­t wer­den. Dies soll im Re­gel­fall zwei Wo­‑