3.
Für die Zu­stel­lung und Aus­le­gung sowie die An­fech­tung der Ent­schei­dung über die Ver­län­ge­rung sind die Be­stim­mun­gen über den Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­s ent­spre­chend an­zu­wen­den.
4.
Wird eine Planer­gän­zung oder ein er­gän­zen­des Ver­fah­ren nach § 75 Ab­satz 1a Satz 2 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ er­for­der­lich und wird diese Planer­gän­zung oder die­ses er­gän­zen­de Ver­fah­ren un­ver­züg­lich be­trie­ben, so bleib­t die Durch­füh­rung des Vor­ha­bens zu­läs­sig, so­weit es von der Planer­gän­zung oder dem Er­geb­nis des er­gän­zen­den Ver­fah­rens of­fen­sicht­lich nicht be­rühr­t ist.

§ 17d Plan­än­de­rung vor Fer­tig­stel­lung des Vor­ha­bens Für die Planer­gän­zung und das er­gän­zen­de Ver­fah­ren im Sinne des § 75 Abs. 1a Satz 2 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ und für die Plan­än­de­rung vor Fer­tig­stel­lung des Vor­ha­bens gilt § 76 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ mit der Maß­ga­be, dass im Fall des § 76 Abs. 1 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ von einer Er­ör­te­rung im Sinne des § 73 Abs. 6 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ und des § 18 Ab­satz 1 Satz 4 des Ge­set­zes­ über die Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung ab­ge­se­hen wer­den kann. Im Üb­ri­gen gel­ten für das neue Ver­fah­ren die Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes­.
§ 17e Rechts­be­hel­fe (1) § 50 Abs. 1 Nr. 6 der Ver­wal­tungs­ge­richts­ord­nung gilt für Vor­ha­ben im Sinne des § 17 Ab­satz 1, so­weit die Vor­ha­ben Bun­des­fern­stra­ßen be­tref­fen, die wegen
1.
der Her­stel­lung der Deut­schen Ein­heit,
2.
der Ein­bin­dung der neuen Mit­glied­staa­ten in die Eu­ro­päi­sche Union,
3.
der Ver­bes­se­rung der Hin­ter­land­an­bin­dung der deut­schen See­hä­fen­,
4.
ihres sons­ti­gen in­ter­na­tio­na­len Be­zu­ge­s,
5.
der be­son­de­ren Funk­ti­on zur Be­sei­ti­gung schwer­wie­gen­der Ver­kehrs­eng­päs­se oder
6.
ihrer Be­deu­tung bei der Ver­bes­se­rung der In­fra­struk­tur in den Re­vie­ren nach § 2 des In­ves­ti­ti­ons­ge­set­zes­ Koh­le­re­gio­nen­ vom 8. Au­gust 2020 (BGBl. I S. 1795)
in der An­la­ge auf­ge­führ­t sind.
(2) Die An­fech­tungs­kla­ge gegen einen Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­s oder eine Plan­ge­neh­mi­gung für den Bau oder die Än­de­rung von Bun­des­fern­stra­ßen, für die nach dem Fern­stra­ßen­aus­bau­ge­setz vor­dring­li­cher Be­dar­f fest­ge­stell­t ist, hat keine auf­schie­ben­de Wir­kung. Der An­trag auf An­ord­nung der auf­schie­ben­den Wir­kung der An­fech­tungs­kla­ge gegen einen Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­s oder eine Plan­ge­neh­mi­gung nach § 80 Abs. 5 Satz 1 der Ver­wal­tungs­ge­richts­ord­nung kann nur in­ner­halb eines Mo­nats­ nach der Zu­stel­lung des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses oder der Plan­ge­neh­mi­gung ge­stell­t und be­grün­det wer­den. Dar­auf ist in der Rechts­be­helfs­be­leh­rung hin­zu­wei­sen. § 58 der Ver­wal­tungs­ge­richts­ord­nung gilt ent­spre­chend.
(3) Der An­trag nach § 80 Abs. 5 Satz 1 in Ver­bin­dung mit Abs. 2 Nr. 4 der Ver­wal­tungs­ge­richts­ord­nung auf Wie­der­her­stel­lung der auf­schie­ben­den Wir­kung einer An­fech­tungs­kla­ge gegen einen Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­s oder eine Plan­ge­neh­mi­gung für den Bau oder die Än­de­rung einer Bun­des­fern­stra­ße, für die ein un­vor­her­ge­se­he­ner Ver­kehrs­be­dar­f im Sinne des § 6 des Fern­stra­ßen­aus­bau­ge­set­zes­ be­steht oder die der Auf­nah­me in den Be­darfs­plan nicht be­dar­f, kann nur in­ner­halb eines Mo­nats­ nach Zu­stel­lung der Ent­schei­dung über die An­ord­nung der so­for­ti­gen Voll­zie­hung ge­stell­t und be­grün­det wer­den. Dar­auf ist in der An­ord­nung der so­for­ti­gen Voll­zie­hung hin­zu­wei­sen. § 58 der Ver­wal­tungs­ge­richts­ord­nung gilt ent­spre­chend.
(4) Tre­ten in den Fäl­len des Ab­sat­zes 2 oder 3 spä­ter Tat­sa­chen ein, die die An­ord­nung oder Wie­der­her­stel­lung der auf­schie­ben­‑