pri­va­ten Rechts im Sinne des In­fra­struk­tur­ge­sell­schafts­er­rich­tungs­ge­set­zes­ nach dem Bun­des­fern­stra­ßen­ge­setz zu­ge­wie­se­nen Be­fug­nis­se und Auf­ga­ben auf an­de­re Bun­des­be­hör­den oder an­de­re vom Bund ge­grün­de­te Ge­sell­schaf­ten, die im aus­schließ­li­chen Ei­gen­tum des Bun­des­ ste­hen müs­sen, zu über­tra­gen.
(2) Im Fall des Ar­ti­kel­s 90 Ab­satz 4 oder des Ar­ti­kel­s 143e Ab­satz 2 des Grund­ge­set­zes tre­ten an die Stel­le der im Ge­setz ge­nann­ten Stra­ßen­bau­be­hör­den der Län­der die vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um­ für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur be­stimm­ten Bun­des­be­hör­den oder die Ge­sell­schaft pri­va­ten Rechts im Sinne des In­fra­struk­tur­ge­sell­schafts­er­rich­tungs­ge­set­zes­. Dies gilt auch für die nach § 36 des Ge­set­zes­ über Ord­nungs­wid­rig­kei­ten zu be­stim­men­de Be­hör­de.
(3) Im Rah­men­ der Auf­trags­ver­wal­tung rich­tet sich das Ver­fah­ren für die Bei­trei­bung von Er­satz­leis­tun­gen (§ 7), Son­der­nut­zungs­ge­büh­ren sowie Vor­schüs­sen und Si­cher­hei­ten (§ 8) und das Ver­fah­ren in den Fäl­len, in denen die Be­hör­de Maß­nah­men nach § 8 Abs. 7a trifft oder in denen je­man­d zur Dul­dung oder Un­ter­las­sung ver­pflich­tet ist (§§ 11 und 14), nach Lan­des­recht. Im Üb­ri­gen gilt Bun­des­recht.
(4) So­weit nach die­sem Ge­setz die Zu­stän­dig­keit von Lan­des­be­hör­den be­grün­det ist, be­stim­men die Län­der die zu­stän­di­gen Be­hör­den. Sie sind er­mäch­tig­t, die Zu­stän­dig­keit der obers­ten Stra­ßen­bau­be­hör­den der Län­der, so­weit sie nach die­sem Ge­setz be­grün­det ist, auf nach­ge­ord­ne­te Be­hör­den zu über­tra­gen. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um­ für Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur ist hier­von zu un­ter­rich­ten.
(5) So­weit Selbst­ver­wal­tungs­kör­per­schaf­ten in der Auf­trags­ver­wal­tung tätig wer­den (Ar­ti­kel 90 Ab­satz 3 des Grund­ge­set­zes), sind ihre Be­hör­den nach Maß­ga­be des Lan­des­rechts an Stel­le der Be­hör­den des Lan­des zu­stän­dig.
§ 23 Ord­nungs­wid­rig­kei­ten (1) Ord­nungs­wid­rig han­del­t, wer vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig
1.
ent­ge­gen § 8 Abs. 1 eine Bun­des­fern­stra­ße über den Ge­mein­ge­brauch hin­aus ohne Er­laub­nis be­nutz­t,
2.
nach § 8 Abs. 2 er­teil­ten voll­zieh­ba­ren Auf­la­gen nicht nach­kommt,
3.
ent­ge­gen § 8 Abs. 2a
a)
An­la­gen nicht vor­schrifts­mä­ßig er­rich­tet oder un­ter­häl­t oder
b)
auf voll­zieh­ba­res Ver­lan­gen der zu­stän­di­gen Be­hör­de An­la­gen auf seine Kos­ten nicht än­der­t,
4.
ent­ge­gen § 8a Abs. 1 in Ver­bin­dung mit § 8 Abs. 1 Zu­fahr­ten oder Zu­gän­ge ohne Er­laub­nis an­leg­t oder än­der­t,
5.
ent­ge­gen § 8a Abs. 3 in Ver­bin­dung mit § 8 Abs. 2a Zu­fahr­ten oder Zu­gän­ge nicht vor­schrifts­mä­ßig un­ter­häl­t,
6.
einer nach § 8a Abs. 6 er­gan­ge­nen voll­zieh­ba­ren An­ord­nung nicht nach­kommt,
7.
ent­ge­gen § 9 Abs. 1 oder 4 Hoch­bau­ten oder bau­li­che An­la­gen er­rich­tet oder Auf­schüt­tun­gen oder Ab­gra­bun­gen grö­ße­ren Um­fangs­ vor­nimmt,
8.
An­la­gen der Au­ßen­wer­bung ent­ge­gen § 9 Abs. 6 Satz 1 in Ver­bin­dung mit den Ab­sät­zen 1 und 2 er­rich­tet oder ent­ge­gen § 9 Abs. 6 Satz 2 an Brü­cken über Bun­des­fern­stra­ßen an­bring­t,
9.
voll­zieh­ba­ren Auf­la­gen nicht nach­kommt, unter denen eine Aus­nah­me nach § 9 Abs. 8 von den Ver­bo­ten des § 9 Abs. 1, 4 und 6 zu­ge­las­sen wurde,
10.
ent­ge­gen § 9a Abs. 1 Satz 1 auf der vom Plan be­trof­fe­nen Flä­che oder in dem Pla­nungs­ge­biet nach Ab­satz 3 Ver­än­de­run­gen vor­nimmt,
11.
ent­ge­gen § 10 Abs. 2 Satz 1 Schutz­wal­dun­gen nicht er­häl­t oder nicht ord­nungs­ge­mäß un­ter­häl­t,