Drit­ter Ab­schnit­t. Ver­wal­tungs­ver­fah­ren

§ 32 Er­gän­zen­de An­wen­dung des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ (1) Für Ver­wal­tungs­ver­fah­ren nach die­sem Ge­setz oder nach einer auf Grund die­ses Ge­set­zes er­las­se­nen Rechts­ver­ord­nung gilt, so­weit nichts an­de­res be­stimmt ist, das Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­setz. Die Ver­wal­tungs­ver­fah­ren kön­nen über eine ein­heit­li­che Stel­le nach den Vor­schrif­ten des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ ab­ge­wi­ckel­t wer­den.
(2) Über An­trä­ge ist in­ner­hal­b einer Frist von drei Mo­na­ten zu ent­schei­den; § 42a Ab­satz 2 Satz 2 bis 4 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes­ gilt ent­spre­chend. In den Fäl­len des § 15 be­ginn­t die Frist erst mit der Vor­la­ge des ärzt­li­chen Gut­ach­tens. § 10 bleib­t un­be­rühr­t.
§ 33 Sach­li­che und ört­li­che Zu­stän­dig­keit (1) Für die Aus­füh­rung die­ses Ge­set­zes und der auf sei­ner Grund­la­ge er­las­se­nen Rechts­ver­ord­nun­gen sind die Rechts­an­walts­kam­mern zu­stän­dig, so­weit nichts an­de­res be­stimmt ist.
(2) Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz und für Ver­brau­cher­schutz wird er­mäch­tig­t, die Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se, die ihm nach die­sem Ge­setz zu­ste­hen, auf den Prä­si­den­ten des Bun­des­ge­richts­ho­fes zu über­tra­gen. Die Lan­des­re­gie­run­gen wer­den er­mäch­tig­t, die Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se, die den Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tun­gen nach die­sem Ge­setz zu­ste­hen, durch Rechts­ver­ord­nung auf die­sen nach­ge­ord­ne­te Be­hör­den zu über­tra­gen. Die Lan­des­re­gie­run­gen kön­nen diese Er­mäch­ti­gung durch Rechts­ver­ord­nung auf die Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tun­gen über­tra­gen.
(3) Ört­lich zu­stän­dig ist die Rechts­an­walts­kam­mer,
1.
deren Mit­glie­d der Rechts­an­wal­t ist,
2.
bei der die Zu­las­sung zur Rechts­an­walt­schaft be­an­trag­t ist, so­fern nicht eine Zu­stän­dig­keit einer an­de­ren Rechts­an­walts­kam­mer nach Num­mer 1 ge­ge­ben ist, oder
3.
in deren Be­zir­k die Ge­sell­schaft ihren Sitz hat, die die Zu­las­sung als Rechts­an­walts­ge­sell­schaft be­sitz­t oder be­an­trag­t.
Wird die Auf­nah­me in eine an­de­re Rechts­an­walts­kam­mer be­an­trag­t (§ 27 Ab­satz 3), so ent­schei­det diese über den An­trag.
§ 34 Zu­stel­lung Ver­wal­tungs­ak­te, durch die die Zu­las­sung zur Rechts­an­walt­schaft oder die Mit­glied­schaft in einer Rechts­an­walts­kam­mer be­grün­det oder ver­sag­t wird oder er­lischt oder durch die eine Be­frei­ung oder Er­laub­nis ver­sag­t, zu­rück­ge­nom­men oder wi­der­ru­fen wird, sind zu­zu­stel­len.
§ 35 Be­stel­lung eines Ver­tre­ter­s im Ver­wal­tungs­ver­fah­ren Wird auf Er­su­chen der Rechts­an­walts­kam­mer für das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren ein Ver­tre­ter be­stell­t, soll ein Rechts­an­wal­t be­stell­t wer­den.
§ 36 Er­mitt­lung des Sach­ver­halts und Über­mitt­lung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten (1) Die Rechts­an­walts­kam­mer kann zur Er­mitt­lung des Sach­ver­halts in Zu­las­sungs­sa­chen eine un­be­schränk­te Aus­kunft nach § 41 Abs. 1 Nr. 11 des Bun­des­zen­tral­re­gis­ter­ge­set­zes als Re­gel­an­fra­ge ein­ho­len.
(2) Ge­rich­te und Be­hör­den über­mit­teln per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten, deren Kennt­nis aus Sicht der über­mit­teln­den Stel­le für die Zu­las­sung zur Rechts­an­walt­schaft, die Ent­ste­hung oder das Er­lö­schen der Mit­glied­schaft in einer Rechts­an­walts­kam­mer, die Rück­nah­me oder den Wi­der­ruf einer Er­laub­nis oder Be­frei­ung oder zur Ein­lei­tung eines Rü­ge­ver­fah­rens oder eines an­walts­ge­richt­li­chen Ver­fah­rens er­for­der­lich sind, der Rechts­an­walts­kam­mer oder der für die Ent­schei­dung zu­stän­di­gen Stel­le. Die Über­mitt­lung un­ter­bleibt, so­weit