1.
durch die Über­mitt­lung schutz­wür­di­ge In­ter­es­sen des Be­trof­fe­nen be­ein­träch­tig­t wür­den und das In­for­ma­ti­ons­in­ter­es­se der Rechts­an­walts­kam­mer oder der für die Ent­schei­dung zu­stän­di­gen Stel­le das In­ter­es­se des Be­trof­fe­nen an dem Un­ter­blei­ben der Über­mitt­lung nicht über­wieg­t oder
2.
be­son­de­re ge­setz­li­che Ver­wen­dungs­re­ge­lun­gen ent­ge­gen­ste­hen.
In­for­ma­tio­nen­ über die Höhe rück­stän­di­ger Steu­er­schul­den kön­nen ent­ge­gen § 30 der Ab­ga­ben­ord­nung zum Zweck der Vor­be­rei­tung des Wi­der­rufs der Zu­las­sung wegen Ver­mö­gens­ver­falls über­mit­telt wer­den; die Rechts­an­walts­kam­mer darf die Steu­er­da­ten nur für den Zweck ver­wen­den, für den sie ihr über­mit­telt wor­den sind.
(3) Ist ein Rechts­an­wal­t Mit­glie­d einer Be­rufs­kam­mer eines an­de­ren frei­en Be­rufs­ im Gel­tungs­be­reich die­ses Ge­set­zes, darf die Rechts­an­walts­kam­mer per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten über den Rechts­an­wal­t an die zu­stän­di­ge Be­rufs­kam­mer über­mit­teln, so­weit die Kennt­nis der In­for­ma­ti­on aus der Sicht der über­mit­teln­den Stel­le zur Er­fül­lung der Auf­ga­ben der an­de­ren Be­rufs­kam­mer im Zu­sam­men­hang mit der Zu­las­sung zum Beruf oder der Ein­lei­tung eines Rü­ge­ver­fah­rens oder be­rufs­ge­richt­li­chen Ver­fah­rens er­for­der­lich ist. Ab­satz 2 Satz 2 gilt ent­spre­chend.
(4) Ge­hör­t der Rechts­an­wal­t zu­gleich einer No­tar­kam­mer an und endet seine Mit­glied­schaft in einer Rechts­an­walts­kam­mer an­der­s als durch Tod, so teilt die Kam­mer dies der Lan­des­jus­tiz­ver­wal­tung und der No­tar­kam­mer un­ver­züg­lich mit.
§ 37 Er­set­zung der Schrift­for­m Ist nach die­sem Ge­setz für die Ab­ga­be einer Er­klä­rung die Schrift­for­m vor­ge­schrie­ben, so kann die Er­klä­rung auch über das be­son­de­re elek­tro­ni­sche An­walts­post­fach ab­ge­ge­ben wer­den, wenn Er­klä­ren­der und Emp­fän­ger über ein sol­ches ver­fü­gen. Ist die Er­klä­rung von einer na­‑
tür­li­chen Per­son ab­zu­ge­ben, so ist das Do­ku­men­t mit einer qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Si­gna­tur der Per­son zu ver­se­hen oder von ihr zu si­gnie­ren und selbst zu ver­sen­den.
§§ 38 bis 42 (weg­ge­fal­len)

Drit­ter Teil. Rech­te und Pflich­ten des Rechts­an­walts und be­ruf­li­che Zu­sam­men­ar­beit der Rechts­an­wäl­te

Ers­ter Ab­schnit­t. All­ge­mei­nes

§ 43 All­ge­mei­ne Be­rufs­pflicht Der Rechts­an­wal­t hat sei­nen Beruf ge­wis­sen­haft aus­zu­üben. Er hat sich in­ner­hal­b und au­ßer­hal­b des Be­ru­fes der Ach­tung und des Ver­trau­ens, wel­che die Stel­lung des Rechts­an­walts er­for­der­t, wür­dig zu er­wei­sen.
§ 43a Grund­pflich­ten (1) Der Rechts­an­wal­t darf keine Bin­dun­gen ein­ge­hen, die seine be­ruf­li­che Un­ab­hän­gig­keit ge­fähr­den.
(2) Der Rechts­an­wal­t ist zur Ver­schwie­gen­heit ver­pflich­tet. Diese Pflicht be­zieht sich auf alles, was ihm in Aus­übung sei­nes Be­ru­fes be­kannt­ge­wor­den ist. Dies gilt nicht für Tat­sa­chen, die of­fen­kun­dig sind oder ihrer Be­deu­tung nach k­ei­ner Ge­heim­hal­tung be­dür­fen. Der Rechts­an­wal­t hat die von ihm be­schäf­tig­ten Per­so­nen in Text­for­m zur Ver­schwie­gen­heit zu ver­pflich­ten und sie dabei über die straf­recht­li­chen Fol­gen einer Pflicht­ver­let­zung zu be­leh­ren. Zudem hat er bei ihnen in ge­eig­ne­ter Weise auf die Ein­hal­tung der Ver­schwie­gen­heits­pflicht hin­zu­wir­ken. Den von dem Rechts­an­wal­t be­schäf­tig­ten Per­so­nen ste­hen die Per­so­nen gleich, die im Rah­men­ einer be­rufs­vor­be­rei­ten­den Tä­tig­keit oder einer sons­ti­gen Hilfs­tä­tig­keit an sei­ner be­ruf­li­chen Tä­tig­keit mit­wir­ken. Satz 4 gilt nicht für Re­fe­ren­da­re und an­ge­stell­te Per­so­‑