ge­setz nichts an­de­res be­stimmt. Ver­ein­ba­run­gen, durch die sich der Rechts­an­wal­t ver­pflich­tet, Ge­richts­kos­ten, Ver­wal­tungs­kos­ten oder Kos­ten an­de­rer Be­tei­lig­ter zu tra­gen, sind nur zu­läs­sig, so­weit in der An­ge­le­gen­heit ein Er­folgs­ho­no­rar nach § 4a Ab­satz 1 Satz 1 Num­mer 2 des Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­set­zes­ ver­ein­bar­t wird. Ein Er­folgs­ho­no­rar im Sinne des Sat­zes 1 liegt nicht vor, wenn le­dig­lich ver­ein­bar­t wird, dass sich die ge­setz­li­chen Ge­büh­ren ohne wei­te­re Be­din­gun­gen er­hö­hen.
(3) Die Ab­ga­be und Ent­ge­gen­nah­me eines Teils der Ge­büh­ren oder sons­ti­ger Vor­tei­le für die Ver­mitt­lung von Auf­trä­gen, gleich­viel ob im Ver­hält­nis zu einem Rechts­an­wal­t oder Drit­ten gleich wel­cher Art, ist un­zu­läs­sig. Zu­läs­sig ist es je­doch, eine über den Rah­men­ der Num­mer 3400 der An­la­ge 1 zum Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz hin­aus­ge­hen­de Tä­tig­keit eines an­de­ren Rechts­an­walts an­ge­mes­sen zu ho­no­rie­ren. Die Ho­no­rie­rung der Leis­tun­gen hat der Ver­ant­wort­lich­keit sowie dem Haf­tungs­ri­si­ko­ der be­tei­lig­ten Rechts­an­wäl­te und den sons­ti­gen Um­stän­den Rech­nung zu tra­gen. Die Ver­ein­ba­rung einer sol­chen Ho­no­rie­rung darf nicht zur Vor­aus­set­zung einer Man­dat­s­er­tei­lung ge­macht wer­den. Meh­re­re be­auf­trag­te Rechts­an­wäl­te dür­fen einen Auf­trag ge­mein­sam be­ar­bei­ten und die Ge­büh­ren in einem den Leis­tun­gen, der Ver­ant­wort­lich­keit und dem Haf­tungs­ri­si­ko­ ent­spre­chen­den an­ge­mes­se­nen Ver­hält­nis un­ter­ein­an­der tei­len. Die Sätze 2 und 3 gel­ten nicht für beim Bun­des­ge­richts­hof zu­ge­las­se­ne Pro­zeß­be­voll­mäch­tig­te.
(4) Die Ab­tre­tung von Ver­gü­tungs­for­de­run­gen oder die Über­tra­gung ihrer Ein­zie­hung an Rechts­an­wäl­te oder rechts­an­walt­li­che Be­rufs­aus­übungs­ge­mein­schaf­ten (§ 59a) ist zu­läs­sig. Im Üb­ri­gen sind Ab­tre­tung oder Über­tra­gung nur zu­läs­sig, wenn eine aus­drück­li­che, schrift­li­che Ein­wil­li­gung des Man­dan­ten vor­lieg­t oder die For­de­rung rechts­kräf­tig fest­ge­stell­t ist. Vor der Ein­wil­li­gung ist der Man­dan­t über die In­for­ma­ti­ons­pflicht des Rechts­an­walts ge­gen­über­ dem neuen Gläu­bi­ger oder Ein­zie­hungs­er­mäch‑
­tig­ten auf­zu­klä­ren. Der neue Gläu­bi­ger oder Ein­zie­hungs­er­mäch­tig­te ist in glei­cher Weise zur Ver­schwie­gen­heit ver­pflich­tet wie der be­auf­trag­te Rechts­an­wal­t.
(5) Rich­ten sich die zu er­he­ben­den Ge­büh­ren nach dem Ge­gen­stands­wer­t, hat der Rechts­an­wal­t vor Über­nah­me des Auf­trags­ hier­auf hin­zu­wei­sen.
§ 49c Ein­rei­chung von Schutz­schrif­ten Der Rechts­an­wal­t ist ver­pflich­tet, Schutz­schrif­ten aus­schließ­lich zum Schutz­schrif­ten­re­gis­ter nach § 945a der Zi­vil­pro­zess­ord­nung ein­zu­rei­chen.
§ 50 Hand­ak­ten (1) Der Rechts­an­wal­t muss durch das Füh­ren von Hand­ak­ten ein ge­ord­ne­tes und zu­tref­fen­des Bild über die Be­ar­bei­tung sei­ner Auf­trä­ge geben kön­nen. Er hat die Hand­ak­ten für die Dauer von sechs Jah­ren auf­zu­be­wah­ren. Die Frist be­ginn­t mit Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res­, in dem der Auf­trag be­en­det wurde.
(2) Do­ku­men­te, die der Rechts­an­wal­t aus An­las­s sei­ner be­ruf­li­chen Tä­tig­keit von dem Auf­trag­ge­ber oder für ihn er­hal­ten hat, hat der Rechts­an­wal­t sei­nem Auf­trag­ge­ber auf Ver­lan­gen her­aus­zu­ge­ben. Macht der Auf­trag­ge­ber kein Her­aus­ga­be­ver­lan­gen gel­ten­d, hat der Rechts­an­wal­t die Do­ku­men­te für die Dauer der Frist nach Ab­satz 1 Satz 2 und 3 auf­zu­be­wah­ren. Diese Auf­be­wah­rungs­pflicht gilt nicht, wenn der Rechts­an­wal­t den Auf­trag­ge­ber auf­ge­for­der­t hat, die Do­ku­men­te in Emp­fang zu neh­men, und der Auf­trag­ge­ber die­ser Auf­for­de­rung bin­nen sechs Mo­na­ten nach Zu­gang nicht nach­ge­kom­men ist. Die Sätze 1 bis 3 gel­ten nicht für die Kor­re­spon­den­z zwi­schen dem Rechts­an­wal­t und sei­nem Auf­trag­ge­ber sowie für die Do­ku­men­te, die der Auf­trag­ge­ber be­reit­s in Ur­schrift oder Ab­schrift er­hal­ten hat.
(3) Der Rechts­an­wal­t kann sei­nem Auf­trag­ge­ber die Her­aus­ga­be der Do­ku­men­te nach Ab­satz 2 Satz 1 so lange ver­wei­gern, bis er wegen der ihm vom Auf­trag­ge­ber ge­schul­de­ten Ge­büh­ren und