rung der Richt­li­ni­en 2002/92/EG und 2011/61/EU (ABl. L 173 vom 12.6.2014, S. 349; L 74 vom 18.3.2015, S. 38; L 188 vom 13.7.2016, S. 28; L 273 vom 8.10.2016, S. 35; L 64 vom 10.3.2017, S. 116; L 278 vom 27.10.2017, S. 56), die zu­letzt durch die Richt­li­nie (EU) 2916/1034 (ABl. L 175 vom 30.6.2016, S. 8) ge­än­dert wor­den ist, und gemäß Ar­ti­kel 28 Ab­satz 4 Un­ter­ab­satz 1 der Ver­ord­nung (EU) Nr. 600/2014, kann die Bun­des­an­stalt im Ein­zel­fall be­stim­men, dass auf ein In­sti­tut mit Sitz in einem Dritt­staat, das im In­land im Wege des grenz­über­schrei­ten­den Dienst­leis­tungs­ver­kehrs ge­werbs­mä­ßig oder in einem Um­fang, der einen in kauf­män­ni­scher Weise ein­ge­rich­te­ten Ge­schäfts­be­trieb er­for­dert, Bank­ge­schäf­te be­trei­ben oder Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen er­brin­gen will, die §§ 1a, 2c, 10 bis 18, 24, 24a, 25, 25a bis 25e, 26 bis 38, 45, 46 bis 46c und 51 Ab­satz 1 ins­ge­samt nicht an­zu­wen­den sind, so­lan­ge das In­sti­tut im Hin­blick auf seine im In­land be­trie­be­nen Ge­schäf­te wegen sei­ner Auf­sicht durch die im Her­kunfts­staat zu­stän­di­ge Be­hör­de in­so­weit nicht zu­sätz­lich der Auf­sicht durch die Bun­des­an­stalt be­darf. Auf Grund­la­ge einer Frei­stel­lung nach Satz 1 kann sie auch be­stim­men, dass auf das In­sti­tut auch § 24c nicht an­zu­wen­den ist. Die Sätze 1 und 2 gel­ten ent­spre­chend für In­sti­tu­te mit Sitz im Eu­ro­päi­schen Wirt­schafts­raum, für die der Markt­zu­tritt nicht in § 53b Ab­satz 1 ge­re­gelt ist.
(6) Als Fi­nanz­dienst­leis­tungs­in­sti­tu­te gel­ten nicht
1.
die Deut­sche Bun­des­bank und ver­gleich­ba­re In­sti­tu­tio­nen in den an­de­ren Staa­ten der Eu­ro­päi­schen Union, die Mit­glie­der des Eu­ro­päi­schen Sys­tems der Zen­tral­ban­ken sind;
1a.
von zwei oder mehr Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Union ge­grün­de­te in­ter­na­tio­na­le Fi­nanz­in­sti­tu­te, die dem Zweck die­nen, Fi­nanz­mit­tel zu mo­bi­li­sie­ren und sei­nen Mit­glie­dern Fi­nanz­hil­fen zu ge­wäh­ren, so­fern diese von schwer­wie­gen­den Fi­nan­zie­rungs­pro­ble­men be­trof­fen oder be­droht sind;
2.
die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau;
3.
die öf­fent­li­che Schul­den­ver­wal­tung des Bun­des oder eines Lan­des, eines ihrer Son­der­ver­mö­gen oder eines an­de­ren Staa­tes des Eu­ro­päi­schen Wirt­schafts­raums und deren Zen­tral­ban­ken;
4.
pri­va­te und öffentlich-​rechtliche Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men;
5.
Un­ter­neh­men, die Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen im Sinne des § 1 Ab­satz 1a Satz 2 aus­schließ­lich für ihre Mut­ter­un­ter­neh­men oder ihre Tochter-​ oder Schwes­ter­un­ter­neh­men er­brin­gen;
5a.
Ka­pi­tal­ver­wal­tungs­ge­sell­schaf­ten und ex­tern ver­wal­te­te In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten, so­fern sie nur die kol­lek­ti­ve Ver­mö­gens­ver­wal­tung er­brin­gen oder neben der kol­lek­ti­ven Ver­mö­gens­ver­wal­tung aus­schließ­lich die in § 20 Ab­satz 2 und 3 des Ka­pi­tal­an­la­ge­ge­setz­buchs auf­ge­führ­ten Dienst­leis­tun­gen oder Ne­ben­dienst­leis­tun­gen als Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen er­brin­gen;
5b.
EU-​Verwaltungsgesellschaften und aus­län­di­sche AIF-​Verwaltungsgesellschaften, so­fern sie nur die kol­lek­ti­ve Ver­mö­gens­ver­wal­tung er­brin­gen oder neben der kol­lek­ti­ven Ver­mö­gens­ver­wal­tung aus­schließ­lich die in Ar­ti­kel 6 Ab­satz 3 der Richt­li­nie 2009/65/EG oder die in Ar­ti­kel 6 Ab­satz 4 der Richt­li­nie 2011/61/EU auf­ge­führ­ten Dienst­leis­tun­gen oder Ne­ben­dienst­leis­tun­gen als Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen er­brin­gen;
6.
Un­ter­neh­men, deren Fi­nanz­dienst­leis­tung für an­de­re aus­schließ­lich in der Ver­wal­tung eines Sys­tems von Ar­beit­neh­mer­be­tei­li­gun­gen an den ei­ge­nen oder an mit ihnen ver­bun­de­nen Un­ter­neh­men be­steht;
7.
Un­ter­neh­men, die aus­schließ­lich Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen im Sinne so­wohl der Num­mer 5 als auch der Num­mer 6 er­brin­gen;
8.
Un­ter­neh­men, die als Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen für an­de­re aus­schließ­lich die An­la­ge­be­ra­tung und die An­la­ge­ver­mitt­lung zwi­schen Kun­den und
a)
in­län­di­schen In­sti­tu­ten,