4.
wenn sich der Be­wer­ber oder die Be­wer­be­rin eines Ver­hal­tens schul­dig ge­macht hat, das die Aus­schlie­ßung aus dem Beruf recht­fer­ti­gen würde;
5.
wenn der Be­wer­ber oder die Be­wer­be­rin aus ge­sund­heit­li­chen oder an­de­ren Grün­den nicht nur vor­über­ge­hen­d nicht in der Lage ist, den Beruf ord­nungs­ge­mäß aus­zu­üben;
6.
so­lan­ge eine Tä­tig­keit aus­ge­üb­t wird, die mit dem Beruf nach § 43 Ab­satz 2 Satz 1, § 43a Ab­satz 3 Satz 1 oder § 44a Satz 1 un­ver­ein­bar und nicht nach § 43a Ab­satz 3 Satz 2 oder 3 oder § 44a Satz 2 ge­neh­mi­gungs­fä­hig ist;
7.
wenn sich der Be­wer­ber oder die Be­wer­be­rin in nicht ge­ord­ne­ten wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen, ins­be­son­de­re in Ver­mö­gens­ver­fall be­fin­det; ein Ver­mö­gens­ver­fall wird ver­mu­tet, wenn ein In­sol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen er­öff­net oder eine Ein­tra­gung in das vom Voll­stre­ckungs­ge­richt zu füh­ren­de Ver­zeich­nis (§ 26 Abs. 2 der In­sol­venz­ord­nung, § 882b der Zi­vil­pro­zess­ord­nung) vor­lieg­t.

(2) Die Be­stel­lung kann ver­sag­t wer­den, wenn der Be­wer­ber sich so ver­hal­ten hat, dass die Be­sorg­nis­ be­grün­det ist, er werde den Be­rufs­pflich­ten als Wirt­schafts­prü­fer nicht ge­nü­gen.
(3) Über die Ver­sa­gung der Be­stel­lung ent­schei­det die Wirt­schafts­prü­fer­kam­mer.
§ 16a Ärzt­li­ches Gut­ach­ten im Be­stel­lungs­ver­fah­ren (1) Wenn es zur Ent­schei­dung über den Ver­sa­gungs­grun­d des § 16 Abs. 1 Nr. 5 er­for­der­lich ist, gibt die Wirt­schafts­prü­fer­kam­mer dem Be­wer­ber oder der Be­wer­be­rin auf, in­ner­hal­b einer be­stimm­ten an­ge­mes­se­nen Frist ein Gut­ach­ten eines be­stimm­ten Arz­tes oder einer be­stimm­ten Ärz­tin über den Ge­sund­heits­zu­stan­d des Be­wer­ber­s oder der Be­wer­be­rin vor­zu­le­gen. Das Gut­ach­ten muss auf einer Un­ter­su­chung und, wenn dies ein Amts­‑
arz­t oder eine Amts­ärz­tin für not­wen­dig hält, auch auf einer kli­ni­schen Be­ob­ach­tung des Be­wer­ber­s oder der Be­wer­be­rin be­ru­hen. Die Kos­ten des Gut­ach­tens hat der Be­wer­ber oder die Be­wer­be­rin zu tra­gen.
(2) An­ord­nun­gen nach Ab­satz 1 sind mit Grün­den zu ver­se­hen und dem Be­wer­ber oder der Be­wer­be­rin zu­zu­stel­len. Gegen die An­ord­nun­gen kann in­ner­hal­b eines Mo­nats­ nach der Zu­stel­lung ein An­trag auf ge­richt­li­che Ent­schei­dung ge­stell­t wer­den.
(3) Kommt der Be­wer­ber oder die Be­wer­be­rin ohne aus­rei­chen­den Grund der An­ord­nung der Wirt­schafts­prü­fer­kam­mer nicht nach, gilt der An­trag auf Be­stel­lung als zu­rück­ge­nom­men.
§ 16b Aus­set­zung des Be­stel­lungs­ver­fah­rens Die Ent­schei­dung über den An­trag auf Be­stel­lung kann aus­ge­setz­t wer­den, wenn gegen die an­trag­stel­len­de Per­son ein Ver­fah­ren wegen des Ver­dachts einer Straf­tat an­hän­gig ist, in dem der Tat­vor­wur­f eine Ver­ur­tei­lung er­war­ten lässt, die eine Ver­sa­gung der Be­stel­lung zur Folge haben würde.
§ 17 Be­rufs­ur­kun­de und Be­rufs­ei­d (1) Be­wer­ber haben vor Aus­hän­di­gung der Ur­kun­de den Be­rufs­ei­d vor der Wirt­schafts­prü­fer­kam­mer oder einer von ihr im Ein­zel­fall be­auf­trag­ten Stel­le zu leis­ten. Die Ei­des­for­mel lau­tet:
"Ich schwö­re, daß ich die Pflich­ten eines Wirt­schafts­prü­fer­s ver­ant­wor­tungs­be­wuß­t und sorg­fäl­tig er­fül­len, ins­be­son­de­re Ver­schwie­gen­heit be­wah­ren und Prü­fungs­be­rich­te und Gut­ach­ten ge­wis­sen­haft und un­par­tei­isch er­stat­ten werde, so wahr mir Gott helfe".
(2) Der Eid kann auch ohne re­li­giö­se Be­teue­rung ge­leis­tet wer­den.
(3) Ge­stat­tet ein Ge­setz den Mit­glie­dern einer Re­li­gi­ons­ge­sell­schaft an Stel­le des Eides an­de­re Be­teue­rungs­for­meln zu ge­brau­‑