noch vor­han­de­nen Aus­fer­ti­gung oder be­glau­big­ten Ab­schrift oder einer davon ge­fer­tig­ten be­glau­big­ten Ab­schrift ver­merk­t wer­den, daß sie an die Stel­le der Ur­schrift tritt. Der Ver­mer­k kann mit dem Be­glau­bi­gungs­ver­mer­k ver­bun­den wer­den. Er soll Ort und Tag der Aus­stel­lung an­ge­ben und muß un­ter­schrie­ben wer­den.
(2) Die Ur­schrift wird von der Stel­le er­setz­t, die für die Er­tei­lung einer Aus­fer­ti­gung zu­stän­dig ist.
(3) Vor der Er­set­zung der Ur­schrift soll der Schuld­ner ge­hör­t wer­den, wenn er sich in der Ur­kun­de der so­for­ti­gen Zwangs­voll­stre­ckung un­ter­wor­fen hat. Von der Er­set­zung der Ur­schrift sol­len die Per­so­nen­, die eine Aus­fer­ti­gung ver­lan­gen kön­nen, ver­stän­dig­t wer­den, so­weit sie sich ohne er­heb­li­che Schwie­rig­kei­ten er­mit­teln las­sen.
§ 47 Aus­fer­ti­gung Die Aus­fer­ti­gung der Nie­der­schrift ver­trit­t die Ur­schrift im Rechts­ver­kehr.
§ 48 Zu­stän­dig­keit für die Er­tei­lung der Aus­fer­ti­gung Die Aus­fer­ti­gung er­teil­t, so­weit bundes-​ oder lan­des­recht­lich nichts an­de­res be­stimmt ist, die Stel­le, wel­che die Ur­schrift ver­wahr­t. Wird die Ur­schrift bei einem Ge­richt ver­wahr­t, so er­teil­t der Ur­kunds­be­am­te der Ge­schäfts­stel­le die Aus­fer­ti­gung.
§ 49 Form der Aus­fer­ti­gung (1) Die Aus­fer­ti­gung be­steht in einer Ab­schrift der Ur­schrift, die mit dem Aus­fer­ti­gungs­ver­mer­k ver­se­hen ist. Sie soll in der Über­schrift als Aus­fer­ti­gung be­zeich­net sein.
(2) Der Aus­fer­ti­gungs­ver­mer­k soll den Tag und den Ort der Er­tei­lung an­ge­ben, die Per­son be­zeich­nen, der die Aus­fer­ti­gung er­teil­t wird, und die Über­ein­stim­mung der Aus­fer­ti­gung mit der Ur­schrift be­stä­ti­gen. Er muß un­ter­schrie­ben und mit dem Sie­gel der er­tei­len­den Stel­le ver­se­hen sein.
(3) Wer­den Ab­schrif­ten von Ur­kun­den mit der Aus­fer­ti­gung durch Schnur und Prä­ge­sie­gel ver­bun­den oder be­fin­den sie sich mit die­ser auf dem­sel­ben Blatt, so ge­nüg­t für die Be­glau­bi­gung die­ser Ab­schrif­ten der Aus­fer­ti­gungs­ver­mer­k; dabei soll ent­spre­chend § 42 Abs. 3 und, wenn die Ur­kun­den, von denen die Ab­schrif­ten her­ge­stell­t sind, nicht zu­sam­men mit der Ur­schrift der aus­ge­fer­tig­ten Ur­kun­de ver­wahr­t wer­den, auch ent­spre­chend § 42 Abs. 1, 2 ver­fah­ren wer­den.
(4) Auf der Ur­schrift soll ver­merk­t wer­den, wem und an wel­chem Tage eine Aus­fer­ti­gung er­teil­t wor­den ist.
(5) Die Aus­fer­ti­gung kann auf An­trag auch aus­zugs­wei­se er­teil­t wer­den. § 42 Abs. 3 ist ent­spre­chend an­zu­wen­den.
§ 50 Über­set­zun­gen (1) Ein Notar kann die deut­sche Über­set­zung einer Ur­kun­de mit der Be­schei­ni­gung der Rich­tig­keit und Voll­stän­dig­keit ver­se­hen, wenn er die Ur­kun­de selbst in frem­der Spra­che er­rich­tet hat oder für die Er­tei­lung einer Aus­fer­ti­gung der Nie­der­schrift zu­stän­dig ist. Für die Be­schei­ni­gung gilt § 39 ent­spre­chend. Der Notar soll die Be­schei­ni­gung nur er­tei­len, wenn er der frem­den Spra­che hin­rei­chen­d kun­dig ist.
(2) Eine Über­set­zung, die mit einer Be­schei­ni­gung nach Ab­satz 1 ver­se­hen ist, gilt als rich­tig und voll­stän­dig. Der Ge­gen­be­weis ist zu­läs­sig.
(3) Von einer der­ar­ti­gen Über­set­zung kön­nen Aus­fer­ti­gun­gen und Ab­schrif­ten er­teil­t wer­den. Die Über­set­zung soll in die­sem Fall zu­sam­men mit der Ur­schrift ver­wahr­t wer­den.
§ 51 Recht auf Aus­fer­ti­gun­gen, Ab­schrif­ten und Ein­sicht (1) Aus­fer­ti­gun­gen kön­nen ver­lan­gen
1.
bei Nie­der­schrif­ten über Wil­lens­er­klä­run­gen jeder, der eine Er­klä­rung im ei­ge­nen Namen ab­ge­ge­ben hat oder in des­sen Namen eine Er­klä­rung ab­ge­ge­ben wor­den ist,