2.
bei an­de­ren Nie­der­schrif­ten jeder, der die Auf­nah­me der Ur­kun­de be­an­trag­t hat,
sowie die Rechts­nach­fol­ger die­ser Per­so­nen­.
(2) Die in Ab­satz 1 ge­nann­ten Per­so­nen­ kön­nen ge­mein­sam in der Nie­der­schrift oder durch be­son­de­re Er­klä­rung ge­gen­über der zu­stän­di­gen Stel­le etwas an­de­res be­stim­men.
(3) Wer Aus­fer­ti­gun­gen ver­lan­gen kann, ist auch be­rech­tigt, ein­fa­che oder be­glau­big­te Ab­schrif­ten zu ver­lan­gen und die Ur­schrift ein­zu­se­hen.
(4) Mit­tei­lungs­pflich­ten, die auf Grund von Rechts­vor­schrif­ten ge­gen­über Ge­rich­ten oder Be­hör­den be­stehen, sowie das Recht auf Zu­gang zu For­schungs­zwe­cken nach § 18a der Bun­des­no­ta­r­ord­nung blei­ben un­be­rühr­t.
§ 52 Voll­streck­ba­re Aus­fer­ti­gun­gen Voll­streck­ba­re Aus­fer­ti­gun­gen wer­den nach den dafür be­stehen­den Vor­schrif­ten er­teil­t.
§ 53 Ein­rei­chung beim Grund­buch­amt oder Re­gis­ter­ge­richt Sind Wil­lens­er­klä­run­gen be­ur­kun­det wor­den, die beim Grund­buch­amt oder Re­gis­ter­ge­richt ein­zu­rei­chen sind, so soll der Notar dies ver­an­las­sen, so­bald die Ur­kun­de ein­ge­reicht wer­den kann, es sei denn, daß alle Be­tei­lig­ten ge­mein­sam etwas an­de­res ver­lan­gen; auf die mit einer Ver­zö­ge­rung ver­bun­de­nen Ge­fah­ren soll der Notar hin­wei­sen.
§ 54 Rechts­mit­tel (1) Gegen die Ab­leh­nung der Er­tei­lung der Voll­stre­ckungs­klau­sel oder einer Amts­hand­lung nach den §§ 45, 46, 51 sowie gegen die Er­set­zung einer Ur­schrift ist die Be­schwer­de ge­ge­ben.
(2) Für das Be­schwer­de­ver­fah­ren gel­ten die Vor­schrif­ten des Ge­set­zes­ über das Ver­fah­ren in Fa­mi­li­en­sa­chen und in den An­ge‑
­le­gen­hei­ten der frei­wil­li­gen Ge­richts­bar­keit. Über die Be­schwer­de ent­schei­det eine Zi­vil­kam­mer des Land­ge­richts, in des­sen Be­zir­k die Stel­le, gegen die sich die Be­schwer­de rich­tet, ihren Sitz hat.

Fünf­ter Ab­schnitt. (zu­künf­tig in Kraft)

§ 55 (zu­künf­tig in Kraft) (1) Der Notar führt ein elek­tro­ni­sches Ver­zeich­nis über Be­ur­kun­dun­gen und sons­ti­ge Amts­hand­lun­gen (Ur­kun­den­ver­zeich­nis).
(2) Das Ur­kun­den­ver­zeich­nis und die elek­tro­ni­sche Ur­kun­den­samm­lung sind vom Notar im Elek­tro­ni­schen Ur­kun­den­ar­chi­v (§ 78h der Bun­des­no­ta­r­ord­nung) zu füh­ren.
(3) Die im Ur­kun­den­ver­zeich­nis re­gis­trier­ten Ur­kun­den ver­wahr­t der Notar in einer Ur­kun­den­samm­lung, einer elek­tro­ni­schen Ur­kun­den­samm­lung und einer Erb­ver­trags­samm­lung.
§ 56 (zu­künf­tig in Kraft) (1) Bei der Über­tra­gung der in Pa­pier­for­m vor­lie­gen­den Schrift­stü­cke in die elek­tro­ni­sche Form soll durch ge­eig­ne­te Vor­keh­run­gen nach dem Stand der Tech­nik si­cher­ge­stell­t wer­den, dass die elek­tro­ni­schen Do­ku­men­te mit den in Pa­pier­for­m vor­han­de­nen Schrift­stü­cken in­halt­lich und bild­lich über­ein­stim­men. Diese Über­ein­stim­mung ist vom Notar in einem Ver­mer­k unter An­ga­be des Ortes und der Zeit sei­ner Aus­stel­lung zu be­stä­ti­gen. Durch­strei­chun­gen, Än­de­run­gen, Ein­schal­tun­gen, Ra­die­run­gen oder an­de­re Män­gel des Schrift­stücks sol­len im Ver­mer­k an­ge­ge­ben wer­den, so­weit sie nicht aus dem elek­tro­ni­schen Do­ku­men­t ein­deu­tig er­sicht­lich sind. Das elek­tro­ni­sche Do­ku­men­t und der Ver­mer­k müs­sen mit einer qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Si­gna­tur ver­se­hen wer­den. § 39a Ab­satz 1 Satz 3 und 4, Ab­satz 2 Satz 1 gilt ent­spre­chend.