ein ge­son­der­tes An­der­kon­to ge­führ­t wer­den, Sam­melan­der­kon­ten sind nicht zu­läs­sig.
(3) Über das No­tar­an­der­kon­to dür­fen nur der Notar per­sön­lich, die No­tar­ver­tre­tung, der No­ta­ri­ats­ver­wal­ter oder der nach § 51 Ab­satz 1 Satz 2 der Bun­des­no­ta­r­ord­nung mit der Ak­ten­ver­wah­rung be­trau­te Notar ver­fü­gen. Die Lan­des­re­gie­run­gen oder die von ihnen be­stimm­ten Stel­len wer­den er­mäch­tigt, durch Rechts­ver­ord­nung zu be­stim­men, daß Ver­fü­gun­gen auch durch einen ent­spre­chend be­voll­mäch­tig­ten an­de­ren Notar oder im Land Baden-​Württemberg durch No­ta­ri­ats­ab­wick­ler er­fol­gen dür­fen. Ver­fü­gun­gen sol­len nur er­fol­gen, um Be­trä­ge un­ver­züg­lich dem Emp­fangs­be­rech­tig­ten oder einem von die­sem schrift­lich be­nann­ten Drit­ten zu­zu­füh­ren. Sie sind grund­sätz­lich im bar­geld­lo­sen Zah­lungs­ver­kehr durch­zu­füh­ren, so­fern nicht be­son­de­re be­rech­tig­te In­ter­es­sen der Be­tei­lig­ten die Aus­zah­lung in bar oder mit­tels Bar- oder Ver­rech­nungs­scheck ge­bie­ten. Die Grün­de für eine Bar- oder Scheck­aus­zah­lung sind von dem Notar zu ver­mer­ken. Die Bar- oder Scheck­aus­zah­lung ist durch den be­rech­tig­ten Emp­fän­ger oder einen von ihm schrift­lich Be­auf­trag­ten nach Fest­stel­lung der Per­son zu quit­tie­ren. Ver­fü­gun­gen zu­guns­ten von Privat-​ oder Ge­schäfts­kon­ten des No­tar­s sind le­dig­lich zur Be­zah­lung von Kos­ten­for­de­run­gen aus dem zu­grun­de­lie­gen­den Amts­ge­schäft unter An­ga­be des Ver­wen­dungs­zwecks und nur dann zu­läs­sig, wenn hier­für eine no­ta­ri­el­le Kos­ten­rech­nung er­teil­t und dem Kos­ten­schuld­ner zu­ge­gan­gen ist und Aus­zah­lungs­rei­fe des ver­wahr­ten Be­tra­ge­s zu­guns­ten des Kos­ten­schuld­ner­s ge­ge­ben ist.
(4) Eine Ver­wah­rung soll nur dann über meh­re­re An­der­kon­ten durch­ge­führ­t wer­den, wenn dies sach­lich ge­bo­ten ist und in der An­wei­sung aus­drück­lich be­stimmt ist.
(5) Schecks sol­len un­ver­züg­lich ein­ge­löst oder ver­rech­net wer­den, so­weit sich aus den An­wei­sun­gen nichts an­de­res er­gib­t. Der Ge­gen­wer­t ist nach den Ab­sät­zen 2 und 3 zu be­han­deln.
§ 59 Ver­ord­nungs­er­mäch­ti­gung Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz und für Ver­brau­cher­schutz hat durch Rechts­ver­ord­nung mit Zu­stim­mung des Bun­des­ra­tes die nä­he­ren Be­stim­mun­gen zu tref­fen über den In­halt, den Auf­bau und die Füh­rung des Ver­wah­rungs­ver­zeich­nis­ses ein­schließ­lich der Ver­weis­mög­lich­kei­ten auf die im Ur­kun­den­ver­zeich­nis zu der Ur­kun­de ge­spei­cher­ten Daten sowie über Ein­zel­hei­ten der Da­ten­über­mitt­lung und -​speicherung sowie der Da­ten­si­cher­heit. Die Ver­ord­nung kann auch Aus­nah­men von der Ein­tra­gungs­pflicht an­ord­nen. Die tech­ni­schen und or­ga­ni­sa­to­ri­schen Maß­nah­men zur Ge­währ­leis­tung der Da­ten­si­cher­heit müs­sen denen zur Ge­währ­leis­tung der Da­ten­si­cher­heit des Elek­tro­ni­schen Ur­kun­den­ar­chivs ent­spre­chen.
§ 60 Wi­der­ruf (1) Den schrift­li­chen Wi­der­ruf einer An­wei­sung hat der Notar zu be­ach­ten, so­weit er da­durch­ Drit­ten ge­gen­über be­stehen­de Amts­pflich­ten nicht ver­letz­t.
(2) Ist die Ver­wah­rungs­an­wei­sung von meh­re­ren An­wei­sen­den er­teil­t, so ist der Wi­der­ruf dar­über hin­aus nur zu be­ach­ten, wenn er durch alle An­wei­sen­den er­folgt.
(3) Er­folg­t der Wi­der­ruf nach Ab­satz 2 nicht durch alle An­wei­sen­den und wird er dar­auf ge­grün­det, daß das mit der Ver­wah­rung durch­zu­füh­ren­de Rechts­ver­hält­nis auf­ge­ho­ben, un­wirk­sam oder rück­ab­zu­wi­ckeln sei, soll sich der Notar jeder Ver­fü­gung über das Ver­wah­rungs­gut ent­hal­ten. Der Notar soll alle an dem Ver­wah­rungs­ge­schäft be­tei­lig­ten Per­so­nen­ im Sinne des § 57 hier­von un­ter­rich­ten. Der Wi­der­ruf wird je­doch un­be­acht­lich, wenn
1.
eine spä­te­re über­ein­stim­men­de An­wei­sung vor­lieg­t oder
2.
der Wi­der­ru­fen­de nicht in­ner­hal­b einer von dem Notar fest­zu­set­zen­den an­ge­mes­se­nen Frist dem Notar nach­weist,