daß ein ge­richt­li­ches Ver­fah­ren zur Her­bei­füh­rung einer über­ein­stim­men­den An­wei­sung rechts­hän­gig ist, oder
3.
dem Notar nach­ge­wie­sen wird, daß die Rechts­hän­gig­keit der nach Num­mer 2 ein­ge­lei­te­ten Ver­fah­ren ent­fal­len ist.

(4) Die Ver­wah­rungs­an­wei­sung kann von den Ab­sät­zen 2 und 3 ab­wei­chen­de oder er­gän­zen­de Re­ge­lun­gen ent­hal­ten.
(5) § 15 Abs. 2 der Bun­des­no­ta­r­ord­nung bleib­t un­be­rühr­t.
§ 61 Ab­se­hen von Aus­zah­lung Der Notar hat von der Aus­zah­lung ab­zu­se­hen und alle an dem Ver­wah­rungs­ge­schäft be­tei­lig­ten Per­so­nen­ im Sinne des § 57 hier­von zu un­ter­rich­ten, wenn
1.
hin­rei­chen­de An­halts­punk­te dafür vor­lie­gen, daß er bei Be­fol­gung der un­wi­der­ruf­li­chen Wei­sung an der Er­rei­chung u­n­er­laub­ter oder un­red­li­cher Zwe­cke mit­wir­ken würde, oder
2.
einem Auf­trag­ge­ber im Sinne des § 57 durch die Aus­zah­lung des ver­wahr­ten Gel­des ein un­wie­der­bring­li­cher Scha­den er­kenn­bar droht.

§ 62 Ver­wah­rung von Wert­pa­pie­ren und Kost­bar­kei­ten (1) Die §§ 57, 60 und 61 gel­ten ent­spre­chend für die Ver­wah­rung von Wert­pa­pie­ren und Kost­bar­kei­ten.
(2) Der Notar ist be­rech­tigt, Wert­pa­pie­re und Kost­bar­kei­ten auch einer Bank im Sinne des § 58 Ab­satz 2 in Ver­wah­rung zu geben, und ist nicht ver­pflich­tet, von ihm ver­wahr­te Wert­pa­pie­re zu ver­wal­ten, so­weit in der Ver­wah­rungs­an­wei­sung nichts an­de­res be­stimmt ist.

Sieb­ter Ab­schnitt. Schluß­vor­schrif­ten

1. Ver­hält­nis zu an­de­ren Ge­set­zen

A). Bun­des­recht

§ 63 Be­sei­ti­gung von Dop­pel­zu­stän­dig­kei­ten (1) u. (2) (Än­de­rungs­vor­schrif­ten)
(3) (weg­ge­fal­len)
(4) Auch wenn an­de­re Vor­schrif­ten des bis­he­ri­gen Bun­des­rechts die ge­richt­li­che oder no­ta­ri­el­le Be­ur­kun­dung oder Be­glau­bi­gung oder die Er­klä­rung vor einem Ge­richt oder Notar vor­se­hen, ist nur der Notar zu­stän­dig.
§ 64 Be­ur­kun­dun­gen nach dem Per­so­nen­stands­ge­setz Die­ses Ge­setz gilt nicht für Be­ur­kun­dun­gen nach dem Per­so­nen­stands­ge­setz.
§ 65 Un­be­rühr­t blei­ben­des Bun­des­recht So­weit in die­sem Ge­setz nichts an­de­res be­stimmt ist, blei­ben bun­des­recht­li­che Vor­schrif­ten über Be­ur­kun­dun­gen un­be­rühr­t.